Montag, 30. März 2009

Debian Lenny und LXDE


Heute gibt es mal wieder etwas über mein Hobby, das Betriebssystem Linux. Viele kennen vielleicht das Problem. Man hat einen alten Laptop zu Hause, auf dem schon lange keine aktuelle Software mehr läuft, aber man kann sich einfach nicht von dem guten Stück trennen. Hier kommt nun Linux ins Spiel. Denn mit etwas Erfahrung kann man sich mit Hilfe von Linux wie in einem Baukasten ein auf die eigenen Bedürfnisse angepasstes System zusammenbasteln. So sind auch das Grundsystem und die grafische Oberfläche zwei voneinander unabhängige Bausteine. Und hier kann man sehr viel an Ressourcen sparen. Denn bei Linux gibt es nicht nur Gnome, KDE oder XFCE als Desktopoberfläche, seit neuestem kann man sich auch das sparsame LXDE als grafische Oberfläche installieren. Bei meinem Toshiba Notebook nutzt LXDE im Grundbetrieb lediglich 100 MB des Arbeitsspeichers.

Doch wie installiert man es? Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Sowohl bei Debian, wie auch bei Ubuntu, kann man bei einem bereits existierenden System LXDE einfach zusätzlich über den Paketmanager Synaptic installieren. Man wählt einfach das Pake "LXDE", die erforderlichen weiteren Pakete werden automatisch mit installiert. Auf meinem Notebook läuft zur Zeit Debian Lenny, und hier gibt es noch eine weitere Möglichkeit der Installation. Alles was man braucht ist eine sog. "Netinstall" CD mit dem Debian Grundsystem und einen Router oder ein DSL-Modem. Die CD kann man sich bei "www.debian.org" herunterladen. Beim Starten wird man von einem Boot-Menu empfangen, dass viele Optionen zulässt. Einerseits gibt es ein grafisches Installationsmenu, andererseits ein Text-basiertes. Zusätzlich kann man sich für die Expertenversion oder die normale Installation entscheiden. Ersteres ist für alle DSL-Modem Besitzer notwendig, da hier ein Internet-Anschluß konfiguriert werden kann. Wer einen Router hat, muss sich damit nicht herumschlagen.

Doch einen Menupunkt habe ich bisher ausgelassen. Denn man kann auch die Desktopoberfläche auswählen - LXDE ist unter der Rubrik "weitere Fenstermanager" zu finden. Wenn man diese Einstellungen beim Booten vorgenommen hat, ist auch schon das Schwierigste geschafft. Mit Hilfe des grafischen Menus läuft die Installation fast von ganz alleine. Allerdings kann es je nach DSL-Anschluß schon ein bischen dauern, bis die ganze Software installiert ist, da das meiste es aus dem Netz gesaugt wird.

Wenn man nun endlich sein neues System gebootet hat, muss man noch einige kleine Anpassungen vornehmen. Im Home-Ordner muss meistens unter ~/.config noch der Ordner "autostart" angelegt werden. Unter /usr/share/applications findet man Verknüpfungen zu den installierten Anwendungen. Wenn eine automatisch gestartet werden soll, muss man sie nur in dem "autostart" - Ordner kopieren. Außerdem sollte im Home-Ordner noch der Ordner "Desktop" erstellt werden. Das ganze klingt jetzt etwas umständlich, aber vielleicht werden diese Probleme ja in Zukunft von den LXDE-Programmierern behoben. Das wars fürs erste mal wieder, und wer es mal selbst probieren will, dem wünsche ich viel Spaß.

1 Kommentar:

  1. Ich werd das mal in einer VM testen und dann schauen, ob ich das auch meinem alten PIII Notebook zum Laufen kriege. Lubuntu ist ja leider noch nicht fertig und läßt sich nicht so einfach installieren.

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