Sonntag, 17. Juli 2016

Ecuador: Die verlorene Stadt der Riesen


In Ecuador wurde vor einiger Zeit offenbar eine Ruinenstadt entdeckt, die als "lost city of giants" (verlorene Stadt der Riesen) bekannt wurde. Die Wissenschaft streitet sich nun darum, ob dies eine archäologische Fundstätte oder nur natürliche Formationen sind. Eine Pyramidenähnliche Struktur weist eine Mauer aus Steinen auf, die zumindest auf dem ersten Blick sehr regelmäßig in Erscheinung tritt. Angeblich sollen auch Werkzeuge gefunden worden sein, die für normale Menschen zu groß waren. Es sollen auch Knochen von riesenhaften Menschen in Höhlen der Gegend gefunden worden sein:


http://www.ancient-code.com/need-know-lost-city-giants-unearthed-ecuador/

http://latina-press.com/news/166277-verlorene-stadt-der-riesen-forscher-finden-hinweise-im-dschungel-von-ecuador/


Legenden von riesenhaften Menschenknochenfunden gibt es immer wieder mal in Amerika. Besonders im 19. Jh. war in den Zeitungen der USA zuweilen von solchen Funden zu lesen. Dazu muss man wissen, dass auch in der Bibel von Riesen die Rede ist und besonders Kreationisten (Verleugner der Evolutionstheorie) solche Funde, die aus dem Rahmen fallen, gerne als Beleg für ihre Ansichten ins Feld führen.

Update: Bei meiner Recherche zu den Ursprüngen der Geschichte bin ich auf den englischen Autor Bruce Fenton gestoßen, der auch von Entdeckungen in Georgien berichtet:

http://www.messagetoeagle.com/giantsmountainsgeorgia.php#.V6jbobONY6I

Dabei handelt es sich wieder um riesenhafte humanoide Knochen, die ein georgischer Wissenschaftler namens Abesalom Vekua (1925-2014) analysiert haben soll. Eine Expedition brachte diese aus einem unzugänglichen Gebiet in dem Naturpark Borjomi mit, genannt "Tal der Riesen". Es soll sich um die Knochen von 2 Individuen gehandelt haben. Leider verstarb dieser und die Knochen verschwanden in den Magazinen eines Museums. Nur Vekua wusste offenbar die Archivnummern der Knochen. Eine zweite Expedition sollte Licht ins Dunkel bringen, doch die Erlaubnis für eine Sondagegrabung wurde angeblich im letzten Augenblick widerrufen, als die Expedition bereits den Fundort der Knochen erreicht hatte. Allerdings hatte offenbar jemand bei der ersten Expedition einige Knochen an sich gebracht, so dass eine genetische Analyse und eine Radiocarbondatierung durchgeführt werden konnte. Die genetische Analyse schlug fehl, allerdings war die Radiocarbondatierung erfolgreich. Letztere ergab, dass die Knochen ungefähr 1000 Jahre alt sein mussten. In einem Fernsehbeitrag wurde gleich von Behinderung und Verschwörung gesprochen, doch hier schreiben Kritiker zu Recht, dass die Analyse der verbliebenen Knochenreste im Ausland offiziell erlaubt wurde obwohl die Teilnehmerin der ersten Expedition diese es nicht gerade rechtmäßig an sich genommen hatte - was gegen eine Verschwörung spricht.

Fenton scheint sich jedenfalls in der "Prä-Astronautik" einen Namen gemacht zu haben, und hat sich nun auf prähistorische Riesen eingeschossen.
Dazu muss ich sagen, obwohl ich alternativen Theorien offen gegenüberstehe, bin ich nicht gerade ein Fan von Däniken und seinen Nachfolgern. In solchen Büchern wird Menschen früher Kulturen die Fähigkeit abgesprochen, fortschrittliche Techniken selbst zu entwickeln - es wird nur allzu oft der berühmte Außerirdische herangezogen, der angeblich als Lehrer fungiert haben soll. Auch wenn man nicht immer weiß, wie ein früher Mensch etwas gefertigt hat, heißt das noch lange nicht, dass  Aliengötter der Zivilisation zum Start verholfen haben.

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