Sonntag, 7. August 2016

Neues vom verschollenen Panzerzug

Leser meines jüngsten Buches werden sich wahrscheinlich schon gefragt haben, was aus dem verschollenen Panzerzug in Südpolen geworden ist. Für die, die es nicht gelesen haben, hier eine kurze Zusammenfassung, was bisher geschah:

Im Spätsommer 2015 machte eine merkwürdige Geschichte die Runde im Internet. Zwei Schatzsucher wollten mit Hilfe von Bodenradar einen Panzerzug aus dem 2. Weltkrieg entdeckt haben, der in einem verschütteten Tunnel seine letzte Ruhe gefunden haben soll. Sofort machten Gerüchte die Runde, das der Zug möglicherweise mit Nazigold beladen sein sollte. In der Gegend rund um Walbrzych (Waldenburg) sind tatsächlich einige Stollen zu finden, u. a. sind diese dem Projekt "Riese" zugehörig, einer Tunnelanlage, die in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges angelegt wurde. Zufälligerweise habe ich vor Jahren bei einer Exkursion ins südpolnische Eulengebirge einen dieser Tunnel besichtigen können. Die Anlage ist nie fertig geworden, wahrscheinlich sollte es eines von mehreren im ganzen Reich verteilten Führerhauptquartieren werden.

Doch zurück zum Panzerzug. Die Geschichte zog immer weitere Kreise, und es folgte eine offizielle Untersuchung, die jedoch zu dem Ergebnis kam, das es keinen Zug gebe. Die zwei Schatzsucher, die den Stein ins Rollen gebracht haben, ließen sich davon nicht abschrecken und nun soll ab dem 16. August eine Ausgrabung beginnen.  Die Geschichte dieses ominösen Panzerzuges ist schon ein wenig älter, Gerüchte gab es schon vor der Schatzsuche. Die Jagd nach dem Zug entwickelte sich immer mehr zur Realsatire, da alle möglichen Institutionen Anspruch auf die Ladung des Zuges erhoben, ohne das dessen Existenz bewiesen werden konnte. Außerdem strömten immer mehr Schatzjäger in das beschauliche polnische Städtchen, um auf eigene Faust nach dem Zug zu suchen. Naja, man darf gespannt sein.

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