Samstag, 1. April 2017

Die Herkunft des Keltengoldes

Über die Herkunft des Keltengoldes wird ja viel spekuliert. Nun befindet sich in der Nähe von Nürnberg die Fränkische und Herbrucker Schweiz, wo sich viele archäologische Fundstätten aus der Keltenzeit vor über 2000 Jahren befinden. Doch woher hatten die Kelten ihr Gold? Immer wieder werden bei Ausgrabungen reiche Grabausstattungen gefunden. Antike Autoren berichten, dass die Kelten am Rhein Gold gewaschen hätten. Doch könnte ein Teil des Goldes auch aus dem Fichtelgebirge kommen?

Bekannt ist dort der Ort Goldkronach, wo seit dem 13./14. Jahrhundert Goldabbau betrieben wurde, am sog. "Goldberg". Endgültig eingestellt wurde der Abbau offenbar erst 1920. Heute ist Goldkronach ein Touristisches Zentrum, wo man den Spuren des Bergbaues nachspüren kann. Das Gold ist im Erdreich offenbar auf ein recht enges geographisches Gebiet begrenzt, der Gehalt liegt nach Proben aus den 1920er Jahren um 30g pro Tonne Erdreich.

Was mich wundert, im Internet habe ich entdeckt, dass Bergbauunternehmen heutzutage mit moderner Technik bei diesem Goldgehalt auf jeden Fall mit dem Abbau beginnen würden (etwa 5g pro Tonne Erdreich scheint die Grenze zu sein). Es könnte natürlich sein, dass das Goldhaltige Gebiet rund um den Goldberg nicht groß genug ist. In keltischer Zeit wird man wahrscheinlich meist Gold gewaschen haben, allerdings wo solche Plätze liegen, an denen die Kelten ihr Gold gewonnen haben, ist immer noch ein Geheimnis.

Mittwoch, 8. Februar 2017

Neue Auflage des Buches "Von Schwarzen Pyramiden und anderen Rätseln" erschienen

Eine neue Auflage des Buches "Von Schwarzen Pyramiden und anderen Rätseln" ist bei BoD erschienen. Es enthält ein neues Kapitel über Legenden von Riesen und Ergänzungen zu den Kapiteln "Römer in Amerika" und "Der verschollene Panzerzug".

Klappentext:
Wer sich mit der Vergangenheit beschäftigt, stößt oft auf überraschende Rätsel. Scheinbar harte Fakten werden in Frage gestellt. Segelten die Karthager und Römer noch vor Kolumbus nach Amerika? Hat der Flores-Mensch bis in die Neuzeit überlebt? Findet sich unter den Qumran-Schriftrollen eine Liste mit Hinweisen zu vergrabenen Schätzen? Das Buch führt den Leser auf eine aufregende Reise durch vergangene Epochen. Neue ergänzte Auflage.

Links zu Online-Händlern: BoD, Amazon, Ebook.de

Dienstag, 7. Februar 2017

Ankh-Symbol und römischer Terrakottakopf in Calixtlahuaca/Mexiko?

Ich bin auf einem Internetartikel gestoßen, über den ich normalerweise hinweg gelesen hätte, wenn es da nicht einen eigenartigen Zufall gäbe. In der archäologischen Fundstätte Calixtlahuaca, dem heutigen Toluca, steht ein offenbar aztekisches Gebäude, dass die Form eines altägyptischen Ankh-Symboles hat. Das Ankh taucht in Ägypten immer wieder auf und wird auch als "Lebenssymbol" bezeichnet. Im alten Mexiko ist es allerdings nicht geläufig.

Nun ist aber nur einige Kilometer entfernt in Tecaxic 1933 in einem vorcolumbianischen Grab (Ende 15. Jahrhundert) ein römischer Terracottakopf ausgegraben worden. Auf die Geschichte des Kopfes bin ich in meinem Buch "Von Schwarzen Pyramiden und anderen Rätseln" eingegangen. Es wird vermutet, dass der Kopf aus einem römischen Schiffswrack stammt, das an der Mexikanischen Küste gestrandet ist.

Zufall oder nicht, hier der Link zu dem Artikel.

Mittwoch, 31. August 2016

Die Paiute und die "rothaarigen Riesen"

Im westlichen Nevada/USA, am Rande der Humboldt Senke liegt eine kleine Höhle in der Nähe des Ortes Lovelock. In der Höhle wurden bei Ausgrabungen Spuren der sog. Lovelock-Kultur entdeckt, die bis zu 4000 Jahre in die Vergangenheit reicht. Später wurde diese Kultur von den Paiute Indianern verdrängt. Diese unauffällige Höhle ist mit einer Legende verknüpft, die von einigen amerikanischen Sachbuchautoren immer wieder nacherzählt wird. Darin geht es um "rothaarige Riesen", die in der Höhle gelebt haben sollen. Diese wären Kannibalen gewesen und hätten den Paiute das Leben schwer gemacht. Die Paiute schlugen zurück und forderten die Riesen auf, die sich in ihre Höhle zurückgezogen hatten, sich zu ergeben. Als diese nicht herauskamen, legten die Paiute vor der Höhle Feuer.

Leider wurde beim Abbau von Guano am Anfang des 20. Jahrhunderts viel zerstört, jedenfalls kamen bei den Archäologischen Grabungen keinerlei Riesenknochen zu Tage. Brian Dunning von "skeptoid.com" hat den Fall untersucht und sich in die mündlichen Überlieferungen der Paiute eingelesen. Nach seiner Aussage finden sich in den von ihm zu Rate gezogenen Quellen keine Hinweise auf Erzählungen von Riesen. Die roten Haare liessen sich durch Mumien erklären, deren eigentlich schwarzes Haar durch die Bodenchemie rot wurde. Wie kamen die Sachbuchautoren dann auf Riesen? Dies kann auch Dunning nicht schlüssig erklären. Von einem der Guano-Förderer ist ein Bericht über ein Skelett überliefert, das "6 Fuß, 6 inch" (ungefähr 1,95m) groß gewesen sei. Dies ist aber nur einer von mehreren Vorschlägen zur Erklärung der Legende. Durch die Zerstörung großer Teile der Bodenablagerungen wird sich auch dieses Rätsel wohl kaum lösen lassen.

Montag, 29. August 2016

Der "Cardiff Giant" und andere Zeitungsberichte


Zum Thema "Riesen" wollte ich noch etwas nach schieben. Ich hatte ja erwähnt, das in Zeitungen des 19. Jahrhunderts in den USA häufig von Riesenknochen berichtet wurde. Diese Meldungen nahmen schlagartig zu, als der sog "Cardiff Giant" "entdeckt" wurde. Die Geschichte spielt in einem Ort im Staat New York, als die Zeitungen im Jahr 1870 meldeten, ein Riese mit einem enormen eisernen Helm wäre ausgegraben worden. Das Ganze stellte sich allerdings als Schwindel heraus, der Riese war aus Gips. Er wurde nach heutiger Erkenntnis von dem Tabakpflanźer George Hull hergestellt. Im Internet gibt es eine englische Zusammenstellung von Zeitungsmeldungen aus dieser Zeit. Einige Meldungen sind aus zweiter Hand, die mit einem Stern markierten wurden als originale Zeitungsberichte verifiziert:


Link

Samstag, 20. August 2016

Archäologen und Sondengänger

Heute wollte ich mal ein Thema aufgreifen, das sicher viele interessieren wird. Im Internet und im Fernsehen hört man ja immer wieder, das Sondengänger über vergrabene Schätze gestolpert sind. Sondengänger suchen mit Hilfe von Metalldedektoren nach vergrabenen Funden, die aus Metall bestehen. Dazu kann Eisen, Kupfer, Bronze, aber auch Edelmetalle gehören.

Archäologen haben zu solchen Zeitgenossen ein zwiespältiges Verhältnis. Wenn der Sondengänger eine Genehmigung von zuständigen Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege hat und auch die Genehmigung des Grundstückeigentümers einholt, ist rechtlich soweit alles in Ordnung. In einigen Bundesländern kann man sich eine solche Genehmigung vom Amt besorgen, nur leider fehlt es oft an  Archäologen, um Sondengänger zu betreuen. Denn es besteht immer die Gefahr, das beim Suchen Archäologische Befunde zerstört werden. Diese sind für einen Laien nicht immer sofort erkennbar und man kann dabei viel falsch machen. Ein Befund ist oft nur anhand einer Verfärbung im Boden erkennbar und muss nicht immer z. B. als Mauerfundament deutlich zu sehen sein. Wenn man die nötigen Genehmigungen hat, sind z. B. landwirtschaftliche Flächen eine Möglichkeit, sich auf die Suche zu machen. Beim Pflügen wird in der Regel der obere Teil eines Befundes zerstört, Archäologen nennen das "Pflughorizont". Wie weit dieser herunterreicht ist unterschiedlich, aber wenn man nur nach Objekten sucht, die dicht unter der Oberfläche liegen, kann man wenig verkehrt machen. Während der Vegetationsperiode sollte man allerdings nicht suchen, da wird man allerdings sowieso keine Erlaubnis vom Grundstückseigentümer bekommen. Wälder sind tabu, da dort der Boden oft noch ungestört ist, d . h. die Archäologischen Befunde bis an die Oberfläche reichen können.

Archäologische Funde muss man in Deutschland abgeben, in Bayern gibt es allerdings eine Sonderregelung. Hier teilen sich der Landbesitzer und der Finder den Wert des Fundes. In anderen Bundesländern, wie z. B. in Hessen, gibt es manchmal eine Entschädigung. Leider gibt es massenhaft auch illegale Sondengänger, die ihre Funde über das Internet verkaufen. Man hat dabei Glück, wenn man nur mit einer Ordnungswidrigkeit davon kommt. Doch wer nur am Strand nach Münzen sucht, wird wahrscheinlich wenig Ärger mit Archäologen haben.

Sonntag, 14. August 2016

Desktopeffekte mit LXDE, Debian Jessie

Heute habe ich mal wieder probiert, mit dem Desktop LXDE unter Debian Jessie Desktopeffekte hinzubekommen. Dabei habe ich compton benutzt, eine resourcenschonende Software, die auch mit anderen Desktopmanagern läuft. Früher war es meist so, das Pixelfehler auftraten, wenn ich lxterminal aufgerufen hatte. Jetzt scheint es aber zu funktionieren. Dabei bin ich folgendermaßen vorgegangen:

Man ruft leafpad auf und schreibt folgendes hinein:

[Desktop Entry]
Exec=compton -b -c -f
Name=Compton
Terminal=true


Man speichert die Datei unter dem Namen "compton.desktop" ab und kopiert sie in den versteckten Ordner /home/"username"/.config/autostart. Wenn der Ordner "autostart" nicht vorhanden ist, muss man ihn anlegen. Natürlich muss compton installiert sein. Falls nicht, kann man im Terminal als root mit folgenden Befehl compton installieren:

apt-get install compton

Das Paket ist bei Debian Jessie in den Paketquellen vorhanden. Die Optionen in der autostart (Zeile mit dem Befehl "Exec") kann man nach Belieben verändern, allerdings hat bei mir diese Einstellung bis jetzt funktioniert. Im wiki von ubuntuusers sind noch einige weitere Optionen aufgeführt.