Dienstag, 9. Mai 2017

Hoax: Neuer Hominide in Irland entdeckt

Auch die Archäologie bleibt offenbar nicht von Falschmeldungen verschont. Zur Zeit geistert eine Meldung durchs Netz, die offenbar bis ins Jahr 2014 zurückgeht. Darin geht es um einen Hominidenfund in Irland, genannt "Homo Minusculus". Es soll sich um einen kleine Spezies von Sammlern und Jägern handeln, auf die die Legende von den "kleinen Leuten" zurückgeht. Die Spezies soll bis ins Mittelalter zuammen mit dem Homo Sapiens gelebt haben. Die Überreste sollen ins Jahr 1145-1230 datiert worden sein:

http://badsatiretoday.com/remains-new-humanoid-species-discovered-ireland/

Auf den ersten Blick scheint der Hoax leicht zu erkennen sein, aber seit den Meldungen vom Flores- und dem Denisovamenschen scheint ja nichts mehr umöglich zu sein in der Urgeschichte des Menschen.

Sonntag, 30. April 2017

Fonic Huawei E3531 Surfstick unter Debian Stretch einrichten

Vor einiger Zeit habe ich mir einen Fonic Surfstick zugelegt. Unter Debian Stretch ist die Einrichtung eigentlich recht einfach, man muß allerdings wissen, wie. Als Benutzeroberfläche habe ich LXQT mit dem Network-Manager (nm-applet) für die Internetverbindungen. Wenn man ein Dualboot-System hat und den Stick zuerst unter Windows einrichtet entfällt der erste Schritt. Denn der Stick wird zunächst nur als Massespeicher erkannt, aber mit "usb-modeswitch" kann man in den Modem-Modus schalten.

lsusb:
Bus 001 Device 007: ID 12d1:14dc Huawei Technologies Co., Ltd.

usb_modeswitch -v 12d1 -p 14dc -M '55534243123456780000000000000011062000000100000000000000000000'

Der Stick sollte jetzt als "kabelgebundene Verbindung" im Network-Manager auftauchen. Jetzt kann man im Browser mit "www.fonic.de" die Weboberfläche aufrufen. Bei mir musste ich "Datenroaming" aktivieren, aber vielleicht funktioniert es bei aneren auch ohne. Man kann verschiedene Einstellungen vornehmen, auch Guthaben aufladen und anzeigen. So, das wars wieder, für Kritik und Korrekturen bin ich jederzeit offen.

Edit: Wenn im Network-Manager bereits versucht wurde, eine mobile Breitbandverbindung einzurichten, sollte diese unbedingt gelöscht werden!

Samstag, 1. April 2017

Die Herkunft des Keltengoldes

Über die Herkunft des Keltengoldes wird ja viel spekuliert. Nun befindet sich in der Nähe von Nürnberg die Fränkische und Herbrucker Schweiz, wo sich viele archäologische Fundstätten aus der Keltenzeit vor über 2000 Jahren befinden. Doch woher hatten die Kelten ihr Gold? Immer wieder werden bei Ausgrabungen reiche Grabausstattungen gefunden. Antike Autoren berichten, dass die Kelten am Rhein Gold gewaschen hätten. Doch könnte ein Teil des Goldes auch aus dem Fichtelgebirge kommen?

Bekannt ist dort der Ort Goldkronach, wo seit dem 13./14. Jahrhundert Goldabbau betrieben wurde, am sog. "Goldberg". Endgültig eingestellt wurde der Abbau offenbar erst 1920. Heute ist Goldkronach ein Touristisches Zentrum, wo man den Spuren des Bergbaues nachspüren kann. Das Gold ist im Erdreich offenbar auf ein recht enges geographisches Gebiet begrenzt, der Gehalt liegt nach Proben aus den 1920er Jahren um 30g pro Tonne Erdreich.

Was mich wundert, im Internet habe ich entdeckt, dass Bergbauunternehmen heutzutage mit moderner Technik bei diesem Goldgehalt auf jeden Fall mit dem Abbau beginnen würden (etwa 5g pro Tonne Erdreich scheint die Grenze zu sein). Es könnte natürlich sein, dass das Goldhaltige Gebiet rund um den Goldberg nicht groß genug ist. In keltischer Zeit wird man wahrscheinlich meist Gold gewaschen haben, allerdings wo solche Plätze liegen, an denen die Kelten ihr Gold gewonnen haben, ist immer noch ein Geheimnis.

Mittwoch, 8. Februar 2017

Neue Auflage des Buches "Von Schwarzen Pyramiden und anderen Rätseln" erschienen

Eine neue Auflage des Buches "Von Schwarzen Pyramiden und anderen Rätseln" ist bei BoD erschienen. Es enthält ein neues Kapitel über Legenden von Riesen und Ergänzungen zu den Kapiteln "Römer in Amerika" und "Der verschollene Panzerzug".

Klappentext:
Wer sich mit der Vergangenheit beschäftigt, stößt oft auf überraschende Rätsel. Scheinbar harte Fakten werden in Frage gestellt. Segelten die Karthager und Römer noch vor Kolumbus nach Amerika? Hat der Flores-Mensch bis in die Neuzeit überlebt? Findet sich unter den Qumran-Schriftrollen eine Liste mit Hinweisen zu vergrabenen Schätzen? Das Buch führt den Leser auf eine aufregende Reise durch vergangene Epochen. Neue ergänzte Auflage.

Links zu Online-Händlern: BoD, Amazon, Ebook.de

Dienstag, 7. Februar 2017

Ankh-Symbol und römischer Terrakottakopf in Calixtlahuaca/Mexiko?

Ich bin auf einem Internetartikel gestoßen, über den ich normalerweise hinweg gelesen hätte, wenn es da nicht einen eigenartigen Zufall gäbe. In der archäologischen Fundstätte Calixtlahuaca, dem heutigen Toluca, steht ein offenbar aztekisches Gebäude, dass die Form eines altägyptischen Ankh-Symboles hat. Das Ankh taucht in Ägypten immer wieder auf und wird auch als "Lebenssymbol" bezeichnet. Im alten Mexiko ist es allerdings nicht geläufig.

Nun ist aber nur einige Kilometer entfernt in Tecaxic 1933 in einem vorcolumbianischen Grab (Ende 15. Jahrhundert) ein römischer Terracottakopf ausgegraben worden. Auf die Geschichte des Kopfes bin ich in meinem Buch "Von Schwarzen Pyramiden und anderen Rätseln" eingegangen. Es wird vermutet, dass der Kopf aus einem römischen Schiffswrack stammt, das an der Mexikanischen Küste gestrandet ist.

Zufall oder nicht, hier der Link zu dem Artikel.

Mittwoch, 31. August 2016

Die Paiute und die "rothaarigen Riesen"

Im westlichen Nevada/USA, am Rande der Humboldt Senke liegt eine kleine Höhle in der Nähe des Ortes Lovelock. In der Höhle wurden bei Ausgrabungen Spuren der sog. Lovelock-Kultur entdeckt, die bis zu 4000 Jahre in die Vergangenheit reicht. Später wurde diese Kultur von den Paiute Indianern verdrängt. Diese unauffällige Höhle ist mit einer Legende verknüpft, die von einigen amerikanischen Sachbuchautoren immer wieder nacherzählt wird. Darin geht es um "rothaarige Riesen", die in der Höhle gelebt haben sollen. Diese wären Kannibalen gewesen und hätten den Paiute das Leben schwer gemacht. Die Paiute schlugen zurück und forderten die Riesen auf, die sich in ihre Höhle zurückgezogen hatten, sich zu ergeben. Als diese nicht herauskamen, legten die Paiute vor der Höhle Feuer.

Leider wurde beim Abbau von Guano am Anfang des 20. Jahrhunderts viel zerstört, jedenfalls kamen bei den Archäologischen Grabungen keinerlei Riesenknochen zu Tage. Brian Dunning von "skeptoid.com" hat den Fall untersucht und sich in die mündlichen Überlieferungen der Paiute eingelesen. Nach seiner Aussage finden sich in den von ihm zu Rate gezogenen Quellen keine Hinweise auf Erzählungen von Riesen. Die roten Haare liessen sich durch Mumien erklären, deren eigentlich schwarzes Haar durch die Bodenchemie rot wurde. Wie kamen die Sachbuchautoren dann auf Riesen? Dies kann auch Dunning nicht schlüssig erklären. Von einem der Guano-Förderer ist ein Bericht über ein Skelett überliefert, das "6 Fuß, 6 inch" (ungefähr 1,95m) groß gewesen sei. Dies ist aber nur einer von mehreren Vorschlägen zur Erklärung der Legende. Durch die Zerstörung großer Teile der Bodenablagerungen wird sich auch dieses Rätsel wohl kaum lösen lassen.

Montag, 29. August 2016

Der "Cardiff Giant" und andere Zeitungsberichte


Zum Thema "Riesen" wollte ich noch etwas nach schieben. Ich hatte ja erwähnt, das in Zeitungen des 19. Jahrhunderts in den USA häufig von Riesenknochen berichtet wurde. Diese Meldungen nahmen schlagartig zu, als der sog "Cardiff Giant" "entdeckt" wurde. Die Geschichte spielt in einem Ort im Staat New York, als die Zeitungen im Jahr 1870 meldeten, ein Riese mit einem enormen eisernen Helm wäre ausgegraben worden. Das Ganze stellte sich allerdings als Schwindel heraus, der Riese war aus Gips. Er wurde nach heutiger Erkenntnis von dem Tabakpflanźer George Hull hergestellt. Im Internet gibt es eine englische Zusammenstellung von Zeitungsmeldungen aus dieser Zeit. Einige Meldungen sind aus zweiter Hand, die mit einem Stern markierten wurden als originale Zeitungsberichte verifiziert:


Link