Sonntag, 13. Mai 2018

Das Labyrinth bei der "Krokodilstadt", ein Mysterium der Antike

Pyramide von Hawara, Quelle: Axel Seedorff, Wikipedia

Herodot und Strabon haben es beschrieben, das mysteriöse Labyrinth in der Nähe von "Krokodilopolis", der "Krokodilstadt" in Ägypten. An die 1500 Räume soll es gehabt haben, in einander verschachtelte Säulenhallen, Innenhöfe und Kammern. Die Decken wurden durch schwere Steinplatten gebildet, es soll auch einen unterirdischen Bereich gegeben haben. Eine Pyramide wird ebenfalls beschrieben, Strabon schreibt, das hier der Pharao "Ismandes" begraben liegt. Wer ohne sich ohne Führer in dieses Labyrinth hineinbegab, hatte es sehr schwer, den Ausgang wiederzufinden. So sollen sich schon antike Besucher unrettbar verirrt haben und umgekommen sein.

Nach der heutigen Lehrmeinung hat man zumindest einen Teil dieses Rätsels gelöst. Bei der Pyramide handelt es sich um die Hawara-Pyramide umweit des Fayyum Beckens. Der Erbauer ist Amenemhet III., der um 1800 v. Chr. regierte. Er war ein Pharao der 12. Dynastie im sog. Mittleren Reich. Die Pyramide ist heute stark erodiert, sie ist nur noch 20m hoch, ursprünglich waren es 58m. Das "Labyrinth" wurde als Totentempel Amenemhets identifiziert. Im Jahr 1888 untersuchte Flinters Petrie die Pyramide und konnte auch den Eingang zur Grabkammer freilegen. Außer einigen Knochenresten fand er aber nichts in der Grabkammer vor. Wahrscheinlich haben antike Grabräuber und Grundwasser fast alles vernichtet.

Auch beim Labyrinth sieht es nicht viel besser aus. Vom Totentempel scheint heute oberirdisch nichts mehr übrig geblieben zu sein. Vermutlich wurde er in der Römerzeit als Steinbruch benutzt. Doch warum hat ein Totentempel solchen Eindruck auf Strabon und Herodot gemacht? Seine Ausmaße müssen wahrhaft kollosal gewesen sein. Es erscheint schwer vorstellbar, das alles abgetragen wurde. Im Jahr 2000 wurde der Bereich, wo der Totentempel vermutet wurde, von Wissenschaftlern der Universität Leuven untersucht, allerdings nicht ausgegraben. Offenbar fand man tatsächlich Hinweise auf einen größeren Baukomplex, der in sich in diesem Gebiet befand. Gerüchte besagen, dass hier wieder Zahi Hawass von der ägyptischen Altertumsbehörde seine Hände im Spiel hatte und weitere Untersuchungen untersagte.

So wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis das Rätsel um das Labyrinth gelöst wird. Die spannende Frage bleibt, ob hier die antiken Autoren nur übertrieben haben, oder ob der Totentempel tatsächlich so groß und beeindruckend war.

Dienstag, 8. Mai 2018

Ölpreisschock und Finanzkrise

Gerade eben habe ich die Meldung gelesen, dass Trump aus dem Iran-Atomwaffendeal aussteigen will. An dieser Stelle möchte ich einige Gedanken dazu äußern. Viele Finanz-Analysten sehen mit Sorge, dass Iran neue Sanktionen drohen könnten und das Land als Erdöllieferant ausfallen könnte. Bis jetzt hat der Markt bemerkenswert gelassen reagiert. Allerdings kaufen still und heimlich einige Investoren Erdöllagerbestände auf, um sie dann teurer wieder verkaufen zu können. Möglich ist dies durch den steigenden Ölpreis. Wie wird die Entwicklung nun weitergehen? Fakt ist, dass es immer schwieriger wird, neue Erdölvorkommen zu finden. Die Arktis ist ja in aller Munde, doch die gesamten Vorkommen der Arktis könnten den Weltbedarf an Öl nur wenige Jahre decken. Der Grund ist die ansteigende Nachfrage. Die neuen aufstrebenden Länder wie China und Indien brauchen immer mehr von dem kostbaren Rohstoff.

Es sieht also so aus, als wenn der Ölpreis in der nächsten Zeit noch weiter steigen wird. Der einzige Unsicherheitsfaktor ist die derzeitige künstliche Verknappung des Öls durch die OPEC, aber eine wieder ansteigende Förderung würde dem Ölpreis wahrscheinlich nur eine vorrübergehende Atempause verschaffen. Der Umstieg auf die Elektromobilität kommt viel zu langsam voran, so dass ich glaube, dass lange bevor dieser Umstieg gelungen ist, der Ölpreis durch die Decke schießen wird. Was viele auch nicht wissen, ist die Tatsache, dass eine Förderung der Elektroautos alleine nicht helfen wird. Wir brauchen zusätzliche Energie, und zwar viel Energie, um die vielen neuen E-Autos zu versorgen. Also neue Kohle-Kraftwerke oder Ausbau der erneuerbaren Energien. Es ist natürlich nur Spekulation, aber dies könnte einer der Gründe sein, weshalb es quer durch die großen politischen Parteien Widerstand gegen einen Kohleaustieg gibt. Erdöl als Energieträger der Mobilität ist tatsächlich nur sehr schwer zu ersetzen.

Jetzt kommen wir zu dem zweiten Punkt dieses kleinen Artikels, der drohenden neuen Finanzkrise. Zur Zeit ist viel zu viel Geld im Umlauf. Geld ist billig wie nie, allerdings nur für die, die schon welches haben. Das billige Geld (z. B. durch niedrige Zinsen für Kredite) ist einer der Gründe, weshalb die Immobilienpreise nicht nur in London, sondern auch in Deutschland durch die Decke schießen. Mietwohnungen werden immer teuerer, und Menschen, die sich das nicht mehr leisten können, werden an den Rand der Städte gedrängt. Diese Blase muss einfach irgendwann platzen. Es wird eigentlich nur noch der Tropfen benötigt, der das Fass zum Überlaufen bringt. Dieser Tropfen könnte der Ölpreis sein, denn wohin mit dem vielen Geld? Natürlich da, wo es den meisten Gewinn bringt, z. B. das bereits erwähnte Aufkaufen von Erdöllagerbeständen. Dadurch verteuert sich das Öl natürlich noch weiter, bis der Finanzmarkt kalte Füße bekommt und weltweit die Aktien stürzen.

Dieses Szenario muss natürlich nicht eintreffen, aber Fakt ist, irgendwann wird es den endgültigen Anstieg des Ölpreises auf ein Niveau geben, von dem er nicht mehr herunterkommt, dazu ist die Nachfrage einfach zu groß. Dies könnte, muss aber nicht, der Anfang einer großen weltweiten Wirtschaftskrise sein.

Sonntag, 6. Mai 2018

Die TCN-Datierung und die Erdställe der Steiermark

Heute begeben wir uns nach Österreich, genauer in die Steiermark. Dort erforscht schon seit Jahren Dr. Heinrich Kusch die Unterwelt. Ich habe ja in einem anderen Artikel schon eine kleine Einführung in das Thema Erdställe gegeben, nach der wissenschaftlichen Lehrmeinung stammen diese Anlagen wahrscheinlich aus dem Mittelalter, wenngleich die genaue Datierung schwierig ist, da aus dem Entstehungszeitraum so gut wie keine Funde bekannt sind. Nur Verfüllungsmaterial aus dem 12. Jahrhundert und später konnte datiert werden. Sie befinden sich manchmal an Stellen früher Besiedlung, alter Kirchen und Gehöfte. Wenn man das Alter der darüber liegenden Bauten bestimmt, kommt man auf ein Alter von etwa 1000 Jahren, möglicherweise auch älter.

Nun hat Kusch einige sehr kontrovers diskutierte Theorien bezüglich des Alters einiger Erdställe aus dem Raum Steiermark aufgestellt. Mittels der sog. TCN-Datierung wurde das Alter einer Steinplatte, die im Zusammenhang mit einer Steinsetzung als Überdeckung eines Erdstalles diente, auf etwa 24000 Jahre vor heute datiert. Kusch meint nun, dass dies das wahre Alter der Erdställe Steiermarks ist. Er differenziert allerdings, dass dies vermutlich nicht für alle Erdställe gelte. Auf der Seite erdstallforschung.de gibt es nun von Dieter Ahlborn eine These, wie es zu der Datierung gekommen sein könnte. Vor 24000 Jahren war im Alpenraum ein völlig anderes Klima als heute. Gletscher bedeckten große Teile des Landes und zogen sich nur langsam wieder zurück, bis vor 12000 Jahren endgültig unsere heutige Warmzeit begann. Es könnte sein, dass die Steinplatte nur wenig bearbeitet wurde (einige Zentimeter würden bei der TCN-Datierung keinen Unterschied machen) und die Datierung nur den Zeitpunkt misst, ab dem die Platte kosmischer Strahlung ausgesetzt war, also nach dem Rückzug der Gletscher.

Um diese Datierung ist nun ein kleiner Grabenkrieg zwischen der etablierten Erdstallforschung und Kusch entstanden. Die Methoden von Kusch werden "als nicht wissenschaftlich" angesehen. Kusch ist seitdem oft in den Medien aufgetreten und hat seine Thesen auch in einem Buch veröffentlicht. Dies ist natürlich den etablierten Forschern ein Dorn im Auge, die ihre Arbeit oft abseits der Öffentlichkeit machen und mühsam Indiz für Indiz zusammengetragen haben. Allerdings muss man Kusch zu Gute halten, dass er den Finger in einige wunde Punkte der Erdstallforschung legt. So weiß man immer noch nicht, welchen Zweck diese Anlagen hatten. Sie scheinen ohne Sinn und Zweck in den Untergrund gegraben worden zu sein, sind in der Regel sehr verwinkelt und weißen oft enge Schlupfe auf, durch die gerade so ein Mensch hindurchkriechen kann. So wird die Erdstallforschung auch in Zukunft noch spannend bleiben, auch wenn die Erdställe Steiermarks wahrscheinlich nicht ganz so alt sind, wie Kusch glaubt.

Freitag, 4. Mai 2018

Ein paar Bemerkungen zur Präastronautik

Als Däniken sein erstes Buch vor ungefähr 50 Jahren veröffentlicht hat, war sie geboren - die Präastronautik. Heute gibt es unzählige Autoren, die über den vermeintlichen Einfluss Außerirdischer auf unserer Entwicklung schreiben. Hierzu möchte ich einige Bemerkungen machen. Denn im Zusammenhang mit UFOs und alten Zivilisationen wird gerne manches durcheinander gewürfelt. Leider benutzen viele Autoren, die sich dem UFO-Thema gewidmet haben, Thesen aus der Präastronautik, ohne sie kritisch zu hinterfragen. Was viele nicht wissen, es gibt sehr wohl im Zusammenhang mit den rätselhaften Himmelserscheinungen wissenschaftliche Forschung. Diese nutzt nicht nur Zeugenbefragung, sondern auch Beobachtungsstationen und die Analyse von Radardaten. Auch Landespuren werden untersucht, wie z. B. schon in Frankreich geschehen, wo es sogar eine staatliche Stelle zur Untersuchung von unbekannten Himmelsphänomenen gibt.

Dies ist allerdings zunächst einmal von der Präastronautik zu trennen. Denn in diesem Fall gibt es sehr viel Interpretation und meist nur wenige Fakten. Wenn man einmal die Thesen von Däniken und seinen Nachfolgern zusammenfasst, kommt man sehr schnell auf einen gemeinsamen Nenner. Die rätselhaften Bauwerke und Artefakte sollen angeblich eine Reaktion früher Kulturen auf die hochentwickelte Technik der außerirdischen Besucher sein. Artefakte, die direkt auf ETs zurückzuführen sind, gibt es bisher nicht. Auch haben manchmal Archäologen keine oder nur eine unzureichende Antwort, wie etwas hergestellt oder gebaut wurde, wie z. B. das berühmte Beispiel der Pyramiden. Hier wird gerne von Präastronautikern die Technologie der Aliens herangezogen. Relativ unbekannt ist, dass es bereits vor ungefähr hundert Jahren eine Theorie gab, die alle Pyramidenbauten früher Kulturen miteinander in Verbindung brachte. So sollten diese ein Hinweis auf ein frühes weltweites Handelsnetz sein, durch das sich die alten Kulturen gegenseitig beeinflussten. Doch schon bald konnte diese Theorie widerlegt werden. Die Pyramidenbauten weltweit sind zu verschiedenen Zeiten entstanden und gerade am Beispiel Ägyptens lässt sich sehr schön zeigen, wie sich aus einfachen Anfängen ein Bau wie die Cheops-Pyramide entwickeln konnte. Dies ist nur ein Beispiel. Leider ist bei der Präastronautik zum Teil auch Geld im Spiel, die Autoren sind gezwungen, immer fantastischere Theorien aufzustellen, um in der heutigen Zeit der Informationsüberflutung noch wahrgenommen zu werden. Es wird wohl auch in Zukunft einen nur schwer zu überwindenten Graben zwischen Däniken-Anhängern und Archäologen geben.

Wer mehr zu diesem Thema wissen will, dem sei diese Seite empfohlen, wo es auch einen weiterführenden Link zur Dokumentation "Ancient Aliens Debunked" gibt:

https://stefanimhoff.de/2014/widerlegung-unwissenschaftliche-dokumentation/


Donnerstag, 3. Mai 2018

Warum findet SETI keine außerirdischen Signale? Die Zootheorie

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts diskutieren Wissenschaftler, ob es denn intelligente außerirdische Lebensformen gibt. Längst sind die "Aliens" schon in der Popkultur angekommen. Hollywood stellt sie mal als nett und freundlich, mal als böse Invasoren dar. Schon seit einigen Jahrzehnten suchen Forscher mit Hilfe von Radioteleskopen den Himmel nach Signalen ab. Obwohl die Suche immer effizienter wird, ist bisher noch kein Signal gefunden worden, dass allen Kriterien standhält. Bei der Suche vorne mit dabei ist die Organisation SETI, die 1977 immerhin das sog. Wow-Signal empfangen hatte. Es war ein schmalbandiges Signal, das offenbar aus dem Sternbild des Schützen kam, wo auch das Zentrum unserer Galaxie liegt. Doch obwohl nach Bekanntwerden des Signals Wissenschaftler aus aller Welt ihre Radioteleskope auf dieses Sternbild ausrichteten, wurde kein weiteres Signal empfangen. Die Wiederholbarkeit ist aber ein wichtiges Kriterium in der Wissenschaft, und so wurde das Signal bald zu einer Kuriosität, die man zwar nicht erklären, aber dennoch bald zur Tagesordnung übergehen konnte.

Seitdem wurden immer wieder mal verdächtige Signale aufgefangen, aber entweder waren es irdische Satelliten, oder man konnte sie nicht überprüfen, da es eine einmalige Angelegenheit blieb. Schon seit einiger Zeit machen sich Forscher nun Gedanken über das Ausbleiben der Alien-Signale, die sog. Zootheorie war geboren. Diese besagt eigentlich nichts anderes, dass es zwar außerirdische Zivilisationen gibt, diese sich aber verabredet hätten, sich der Erde nicht zu zeigen und erst unsere weitere Entwicklung abzuwarten. Bereits 1950 fragte sich Enrico Fermi, wo denn die Außerirdischen seien, und warum sie noch keine Spuren auf der Erde hinterlassen hätten - das sog. Fermi-Paradoxon. Allerdings ging Fermi damals davon aus, das außerirdische Zivilisationen eine lange Lebensdauer hätten und es im Universum somit von intelligenten Leben nur so wimmeln müsste. Heute sieht man dies in der Wissenschaft etwas skeptischer. So könnte es tatsächlich sein, das Zivilisationen überwiegend nur eine relativ kurze Lebensdauer haben und wir somit in unserer unmittelbaren galaktischen Nachbarschaft wirklich alleine sind. Auch geht man davon aus, dass die riesigen Entfernungen in unserem Kosmos nicht so einfach überwunden werden können. Selbst ein Radiosignal vom nächsten Stern Alpha Centauri würde an die 4 Jahre brauchen, bis  es uns erreicht.

Hier sind wir aber wieder bei der Zootheorie - denn die Alienzivilisationen müssten in der Lage sein, sich zu verabreden, um eine Quarantäne über die Erde zu verhängen. Es wird zwar gerne u. a. die Quantenverschränkung als Möglichkeit herangezogen überlichtschnell Informationen zu übertragen, aber dies scheint nicht so einfach zu sein wie es klingt. Denn in der Quantenwelt geht es, sagen wir einmal, etwas exotisch zu, und die Messung eines Teilchens beeinflusst bereits seinen Zustand. Manche werden vielleicht das Doppelspalt-Experiment oder das Gedankenspiel mit "Schrödingers Katze" kennen. Es gibt allerdings eine Minderheit von Wissenschaftlern, die auf diese Problematik schon längst eine Antwort haben - Ufologen. Demnach können die ETs nicht nur miteinander kommunizieren, sondern sie sind schon längst hier, aber ohne sich uns offen zu zeigen. Allerdings gibt es, selbst wenn man an UFOs glaubt, auch hier diverse Probleme. Denn die rätselhaften Himmels-Erscheinungen, von denen durchschnittlich immerhin 5% nicht geklärt werden können, könnten auch anders erklärt werden - selbst wenn man eine Intelligenz dahinter vermutet. Unter UFO-Forschern werden neben den Außerirdischen ebenso Zeitreisende wie auch Wesen aus anderen Dimensionen ins Spiel gebracht. Wobei "andere Dimensionen" nicht mit Paralleluniversen verwechselt werden sollte. Nach dieser Theorie gibt es außer den 4 sichtbaren Dimensionen (die Raumdimensionen Länge, Breite, Höhe und die Zeit) noch weitere Dimensionen, die wir nur nicht wahrnehmen können. In der Mathematik wird, soweit mir bekannt ist, längst mit solchen Dimensionen gerechnet, allerdings tun sich manche Physiker offenbar immer noch schwer mit etwas, was sie nicht messen oder nur indirekt nachweisen können.

Für uns Normalbürger sind solche Gedankenspiele natürlich ebenso exotisch wie die Welt der Quanten, aber ich denke, wir sollten uns langsam mit dem Gedanken vertraut machen, dass wir nicht alleine sind, sonst steht uns möglicherweise in absehbarer Zeit ein mächtiger Kulturschock bevor.

Sonntag, 22. April 2018

Psychic Archaeology - Paranormale Methoden in der Archaeologie


Der Archäologe Frederick Bligh Bond

Heute möchte ich mal wieder etwas zum Thema Archäologie schreiben. Wer das Buch "Von schwarzen Pyramiden und anderen Rätseln" gelesen hat, weiß das ich mich auch mal gerne mit Grenzwissenschaften befasse. Allerdings birgt dieser Bereich viele Untiefen und Fallstricke, so dass ich mir zu einigen paranormalen Themen noch kein Urteil gebildet habe. Vielen wird es vielleicht unbekannt sein, dass Archäologie und Grenzwissenschaften nicht erst seit Däniken miteinander verknüpft werden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Spiritismus, also die Kommunikation mit Geistern, gerade sehr modern und machte auch vor der noch jungen Wissenschaft der Archäologie nicht halt.

Zu dieser Zeit, etwa um 1909, untersuchte der Archäologe Frederick Bligh Bond im Auftrag der Kirche das verfallene Kloster Glastonbury Abbey im Südwesten Englands. Mit Hilfe eines Freundes gelang es ihm angeblich Kontakt zu Geistern aufzunehmen, die ihm halfen die Überreste einer Kapelle zu finden, von der oberirdisch nichts mehr geblieben war. Dies kam allerdings 8 Jahre später heraus, und Bond wurde von der Kirche gefeuert.

Auch in der heutigen Zeit werden manchmal unter der Hand, also abseits der Öffentlichkeit, offenbar zuweilen paranormale Methoden in der Archäologie eingesetzt. Dabei wurde in einem archäologischen Amt in einem deutschen Bundesland schon einmal über den Sinn oder Unsinn des Einsatzes von Wünschelrutengängern diskutiert, wie mir zu Ohren kam. Eine weitere paranormale Methode ist das sog. Remote Viewing, also übersetzt "Fernwahrnehmung". Diese Methode kommt wie so vieles aus den USA und wurde von den dortigen Geheimdiensten Ende des 20. Jahrhunderts zum Aufspüren von russischen Militäranlagen genutzt. Man glaubte damals, dass die Russen ebenfalls solche Methoden einsetzen würden, und versuchte, bei dem vermeintlich verlorenen Terrain wieder Boden gut zu machen. Einzelne Mitarbeiter, die darin involviert waren, trugen diese Geschichte und die entwickelte Methode dann an die Öffentlichkeit, als das Programm eingestellt wurde. Das aufkommende Internet war ebenfalls ein Katalysator, der zur Verbreitung des Remote Viewing beitrug.

Bei dieser Methode sind, soweit ich es verstanden habe, mindestens zwei Personen involviert. Der eine, der "Moderator", gibt die Koordinaten vor, und das eigentliche "Medium", wie wir die zweite Person einmal so nennen wollen, notiert sich seine Eindrücke auf einem Zettel. Dabei gibt es verschiedene Stufen, die bis zur detailierten Beschreibung des "geviewten" Objektes reichen. Remote Viewer haben auch eine Theorie, das durch ihre Methode das "rationale Ich" ausgeschaltet wird, und man offen wird für "Informationsübertragungen" außerhalb der sinnlichen Wahrnehmung. Ich hoffe, ich habe das richtig wiedergegeben, für Kritik bin ich immer offen. Manche Remote Viewer behaupten sogar, das fast jeder ihre Methode lernen kann, es also keiner besonderen Fähigkeiten bedarf. Allerdings haben die Archäologen in Deutschland schon genug mit den bekannten Archäologischen Fundstätten zu tun, wenn es eine Methode gäbe, Fundstätten mit wenig Aufwand aufzuspüren, wären die Bodendenkmalämter glaube ich etwas überfordert. Wer mehr zu diesem Thema wissen will, dem sei dieser Wikipedia-Artikel empfohlen (auf Englisch):

Samstag, 21. April 2018

Windows 7 neben Ubuntu 18.04 auf einem HP 17-ak062ng

Einiges an Nerven hat mich der Versuch gekostet, Windows 7 zusammen mit Ubuntu 18.04 auf einem HP 17-ak062ng Notebook zu installieren. Zunächst einmal habe ich im Bios "Legacy Boot - Unterstützung" aktiviert. Dann habe ich die Windows 7 DVD gestartet. Man muß mit "esc" ins Bios-Menu gehen und dann den Boot-Manager aufrufen (ich glaube "strg" und "f9"). Dann kann man die DVD auswählen. Ich habe das Windows Partitionierungstool benutzt, um eine Windows-Partition einzurichten, man muß nur darauf achten, genügend freien Speicherplatz für Ubuntu zu reservieren.

Die Windows-Installation ging ohne Probleme vonstatten, allerdings hat das Einspielen der Updates Stunden gedauert. HP gibt keinen Support für Windows 7, aber hier findet man einige Treiber:

https://h30492.www3.hp.com/t5/Notebook-Betriebssysteme-und-Software/Benötige-dringing-Treiber-für-HP-17-ak062ng/td-p/500586
https://h30492.www3.hp.com/t5/Notebook-Betriebssysteme-und-Software/Grafik-und-Audiotreiber-Windows-7-für-Hp-17-ak062ng/td-p/509911

Danach gab es keine Fragezeichen mehr im Gerätemanager. Die Treiberinstallation lief bei mir im Gegensatz zu anderen Usern relativ reibungslos, ich möchte nicht ausschließen, dass es zu Problemen kommen kann.

Wenn man mit Windows 7 fertig ist, kann man Ubuntu in Angriff nehmen. Man sollte bei der Auswahl, wo man es Installieren soll, aufpassen, dass man nichts falsches wählt. In den Vorschlägen sollte unbedingt die Windows-Installation erwähnt werden. Bei mir war es glaube ich der erste Menupunkt, der richtig war. Etwas unschön bei Ubuntu finde ich, das nicht vorgeschlagen wird, eine Home-Partition einzurichten, das muss man manuell machen. Ich habe jedenfalls nichts derartiges gefunden. Wenn nun der Ubuntu-Boot-Manager nicht automatisch startet, ist noch ein Schritt zu erledigen. Im Bios unter Bootmanager steht Windows an erster Stelle, dies sollte man ändern (mit "strg" und "f10" speichern). Ansonsten muss man immer ins Bios-Menu um Ubuntu zu starten.

Achtung: Das Befolgen der Anleitung erfolgt auf eigene Gefahr, aber ich wollte sie mit anderen teilen, da unter den Amazon-Rezensenten anscheinend andere schon ähnliches versucht haben und gescheitert sind.

Update: Das Wlan funktioniert bei Ubuntu 18.04 immer noch nicht out of the Box, hier eine Anleitung, die fehlenden Treiber zu installieren:

https://forum.ubuntuusers.de/topic/ubuntu-findet-keine-drahtlosnetzwerke/2/#post-8917818

Und noch eine Bemerkung: Im Bios stehen am oberen Rand die Tasten zum Auswählen "f5", "f6", oder zum Speichern "f10". Hier muss man noch zusätzlich die "strg"-Taste drücken, jedenfalls bei meiner Bios-Version (Bios-Version Ende 2017).