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Die verlorene schwarze Pyramide von Gizeh

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Das Plateau von Gizeh in Ägypten birgt wohl so manches Geheimnis. Auch wenn heute schon alles erforscht zu sein scheint, gibt es immer wieder Autoren, die über verborgene Kammern und Tunnelsysteme spekulieren. Doch das es einst eine vierte Pyramide gegeben haben soll, scheint dann doch etwas zu weit hergeholt. Oder vielleicht doch nicht?


In einem Werk aus dem 18. Jahrhundert findet sich jedenfalls erstaunliches. Es wurde von dem Reisenden Frederic Louis Norden verfasst und trägt den Titel: "Reisen in Ägypten und Nubien". Norden reiste 1737/38 im Auftrag des dänischen Königs Ägypten, 60 Jahre vor Napoleons Ägyptenfeldzug. Eine Abbildung zeigt eine vierte Pyramide:

"Die zwei am weitesten nördlich gelegenen Pyramiden haben 500 Fuß senkrechte Höhe, die zwei weiteren viel weniger ... die vierte Pyramide wurde, oberhalb der Mitte, von einem Stein gemacht, schwärzer als der gemeine Granit, und mindestens so hart. Seine Spitze ist aus einem gelblichen Stein (gefertigt) ... Sie …

Me-TV

Vor einigen Monaten kursierte im Netz eine schlechte Nachricht. Eines meiner Lieblingsprogramme, Me-TV, wird nicht mehr weiterentwickelt. Me-TV ist in fast jeder größeren Linux-Distribution vorhanden und ich nutze es für DVB-T - Fernsehen. Aber für diejenigen, die nicht darauf verzichten wollen, gibt es immerhin auch eine gute Nachricht. Einige Distributionen haben die Software noch in ihren Repositories, wenn es auch nicht mehr auf allen läuft. Die kommende Debian-Version Wheezy (testing) hat noch eine lauffähige Me-TV - Version unter seinen Paketen, und auch unter LinuxMint 14, das auf Ubuntu basiert, funktioniert alles. Das Repository Packman für Opensuse scheint allerdings noch Schwierigkeiten zu haben, eine funktionierende Version für das aktuelle Opensuse 12.2 bereitzustellen. Die Suche nach neuen Entwicklern scheint weiterzugehen, wie auch die Versuche die letzten Neuerungen in eine stabile Version zu portieren.

Update: HP 635 und Debian Wheezy

Nachdem ich zwischendurch vergeblich versucht habe, Manjaro Linux, eine auf Archlinux basierende Distribution zu installieren (brach beim installieren der Pakete ab), habe ich gestern wieder Debian Wheezy und den Catalyst-Grafiktreiber 12.10 installiert. Heute macht der Grafiktreiber allerdings Schwierigkeiten, beim booten erschien beim initialisieren der grafischen Oberfläche nur ein schwarzer Bildschirm. Ich deinstallierte im Wiederherstellungsmodus den Catalyst Treiber (usr/share/ati/fglrx-uninstall.sh) und installierte nach einem Neustart die Version aus dem Repository. Hier darf man nicht vergessen, die xorg.conf in /etc/X11 zu konfigurieren, eine Basis-Version, die bereits für viele Ati-Grafikkarten funktioniert, erhält man nach einem "aticonfig --initial" im Terminal als root.

Im deutschen Debian-Forum (www.debianforum.de) erhielt ich schon vorher den Rat, doch einen neueren Kernel z. B. aus experimental zu nutzen, das habe ich allerdings noch nicht getestet. Bisher h…

Debian Wheezy auf einem HP 635 Notebook

Heute möchte ich wieder einen kleinen Ausflug in die Linuxwelt unternehmen. Vor einigen Monaten erwarb ich ein HP 635 A1E51EA Notebook. Die Grafikkarte ist eine Radeon HD6320. Vorinstalliert ist SUSE Linux Enterprise Desktop 11. Diese Version ist aber schon etwas veraltet, weshalb ich mich entschied, einige andere Linux Versionen zu testen. Nach einiger Zeit probierte ich auch einmal Debian Wheezy (testing), der kommenden Debian Version. Testing ist natürlich nicht gleich stable, aber da es wahrscheinlich nur noch eine Frage von Monaten ist, wann Debian Wheezy herauskommt, hoffte ich, das sich die Bugs in Grenzen halten. Viele Linux User benutzen testing als Produktivsystem, und so dachte ich mir, "wird schon schiefgehen".

Bei der Installation habe ich mir das Image der Debian testing i386 netinstall cd heruntergeladen und auf einem Rohling gebrannt. Man geht ins Bios mit esc und wählt das cd Laufwerk zum booten. An dieser Stelle sollte man aufpassen: nicht die grafische Ins…

Antike Besiedlung auf den Azoren?

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Ruinen von Karthago


Im Internet kursieren gerade einige Artikel, die die Besiedlung der Azoren, einer Inselgruppe im Atlantik, im neuen Licht erscheinen lassen. Bisher war nur bekannt, das die Portugiesen die Inseln im 15. Jh. erstmals entdeckten. Doch nun kristallisiert sich immer mehr heraus, das bereits in früheren Jahrhunderten Seefahrer die Inseln besuchten. So will der portugiesische Archäologe Nuno Ribiero Spuren einer karthagischen Besiedlung aus dem vierten Jahrhundert v. Chr. gefunden haben. Von der punischen Stadt Karthago an der Küste Nordafrikas, einst eine Rivalin Roms, war bereits früher bekannt, das sich ihre Handelsrouten auch jenseits von Gibraltar an der Südküste Spaniens erstreckten. Doch eine Reise bis zu den Azoren hielt man bisher für unmöglich. Die frühen Seefahrer hielten sich meist an den Küstenverläufen und fuhren nur ungern über dem offenen Ozean.

Besonders der Atlantik war von Legenden umrankt. Die alten Griechen …

Erdställe

Was ist eigentlich ein Erdstall? Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Wenn sie ein gutes Lexikon zur Hand haben, finden sie vielleicht die Erklärung, dass es sich dabei um ein im Mittelalter gegrabenes unterirdisches Gangsystem mit kammerartigen Erweiterungen handelt. 
In Bayern ist vor allem die Bezeichnung „Schrazelloch“ verbreitet, da die Gänge stellenweise so eng sind, dass man sich nur vorstellen konnte, sie wären von Zwergen (Schrazeln) gegraben worden. Verbreitet sind sie in Bayern und Österreich, auffallenderweise meist an Orten, wo es keine natürlichen Höhlen gibt und sich der Untergrund für solche Anlagen eignet. Aber auch in Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn kennt man solche Stollen. Erdställe durchziehen oft labyrintisch Kirchberge, Friedhöfe und den Untergrund alter Siedlungsplätze. Typisch sind niedrige Gänge und Kammern, die durch äußerst enge runde Schlupflöcher miteinander verbunden sein können. Kennzeichnend ist auch der scheinbar irrationale A…

Exkurs: Fundumstände

Um zu verstehen, wie schwierig das Thema "Out of Place Artifacts" für Archäologen ist, möchte ich hier auf einige Grundlagen eingehen. Das wichtigste, das ein Archäologe bei einem Fund gewinnen kann, sind Informationen. Auch wenn die Technik schon weit fortgeschritten ist, und Luftbildarchäologie oder Bodenradar schon seit Jahren genutzt werden, bleibt die Ausgrabung immer noch die wichtigste Quelle von Ur- und Frühgeschichtlichen Wissenschaftlern.

Wichtige Informationen kann man z. B. durch die Vergemeinschaftung mit anderen Funden gewinnen, deren Alter und Kulturzugehörigkeit bereits bekannt ist. Besonders ergiebig sind dabei Gräber, denn da weiss man sehr genau, dass die Funde aus einem Grab gleichzeitig sein müssen. Ein anderes Beispiel wäre eine Siedlung, in deren Überresten verschiedene Schichten zu finden sind. Hier kann man zumindest erschließen, welche Funde älter und welche jünger sind. Hinzu kommen noch naturwissenschaftliche Datierungen, wie die C14-Methode. Dies…

Was sind "Out of Place Artifacts"?

In nächster Zeit werde ich mich einem Thema widmen, das schon vor einigen Jahren meine Neugier geweckt hat. Immer wieder erscheinen Bücher von Autoren die Informationen über "sensationelle archäologische Funde" versprechen und dabei kein gutes Haar an etablierten Experten lassen. Dabei fällt oft ein Begriff, die "out of place artifacts". Wörtlich übersetzt bedeutet es etwa "deplazierte Artefakte", was natürlich etwas sperrig klingt, so das die einschlägigen Autoren entweder den englischen Begriff benutzen oder die Abkürzung, "ooparts". Unter Archäologen wird diese Umschreibung so weit ich weiß allerdings nicht verwendet. Gemeint sind archäologische Funde, die nicht in das traditionelle Geschichtsbild passen.

Die veröffentlichten Funde reichen von versteinerten Hämmern, über Kermikgefäßen aus Millionen Jahre alten Kohleflözen bis hin zu angeblichen Knochen von Riesen. Einige Funde sind in Museen der amerikanischen christlichen Bewegung der "…