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Es werden Posts vom August, 2016 angezeigt.

Die Paiute und die "rothaarigen Riesen"

Im westlichen Nevada/USA, am Rande der Humboldt Senke liegt eine kleine Höhle in der Nähe des Ortes Lovelock. In der Höhle wurden bei Ausgrabungen Spuren der sog. Lovelock-Kultur entdeckt, die bis zu 4000 Jahre in die Vergangenheit reicht. Später wurde diese Kultur von den Paiute Indianern verdrängt. Diese unauffällige Höhle ist mit einer Legende verknüpft, die von einigen amerikanischen Sachbuchautoren immer wieder nacherzählt wird. Darin geht es um "rothaarige Riesen", die in der Höhle gelebt haben sollen. Diese wären Kannibalen gewesen und hätten den Paiute das Leben schwer gemacht. Die Paiute schlugen zurück und forderten die Riesen auf, die sich in ihre Höhle zurückgezogen hatten, sich zu ergeben. Als diese nicht herauskamen, legten die Paiute vor der Höhle Feuer.

Leider wurde beim Abbau von Guano am Anfang des 20. Jahrhunderts viel zerstört, jedenfalls kamen bei den Archäologischen Grabungen keinerlei Riesenknochen zu Tage. Brian Dunning von "skeptoid.com" ha…

Der "Cardiff Giant" und andere Zeitungsberichte

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Zum Thema "Riesen" wollte ich noch etwas nach schieben. Ich hatte ja erwähnt, das in Zeitungen des 19. Jahrhunderts in den USA häufig von Riesenknochen berichtet wurde. Diese Meldungen nahmen schlagartig zu, als der sog "Cardiff Giant" "entdeckt" wurde. Die Geschichte spielt in einem Ort im Staat New York, als die Zeitungen im Jahr 1870 meldeten, ein Riese mit einem enormen eisernen Helm wäre ausgegraben worden. Das Ganze stellte sich allerdings als Schwindel heraus, der Riese war aus Gips. Er wurde nach heutiger Erkenntnis von dem Tabakpflanźer George Hull hergestellt. Im Internet gibt es eine englische Zusammenstellung von Zeitungsmeldungen aus dieser Zeit. Einige Meldungen sind aus zweiter Hand, die mit einem Stern markierten wurden als originale Zeitungsberichte verifiziert:


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Archäologen und Sondengänger

Heute wollte ich mal ein Thema aufgreifen, das sicher viele interessieren wird. Im Internet und im Fernsehen hört man ja immer wieder, das Sondengänger über vergrabene Schätze gestolpert sind. Sondengänger suchen mit Hilfe von Metalldedektoren nach vergrabenen Funden, die aus Metall bestehen. Dazu kann Eisen, Kupfer, Bronze, aber auch Edelmetalle gehören.

Archäologen haben zu solchen Zeitgenossen ein zwiespältiges Verhältnis. Wenn der Sondengänger eine Genehmigung von zuständigen Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege hat und auch die Genehmigung des Grundstückeigentümers einholt, ist rechtlich soweit alles in Ordnung. In einigen Bundesländern kann man sich eine solche Genehmigung vom Amt besorgen, nur leider fehlt es oft an  Archäologen, um Sondengänger zu betreuen. Denn es besteht immer die Gefahr, das beim Suchen Archäologische Befunde zerstört werden. Diese sind für einen Laien nicht immer sofort erkennbar und man kann dabei viel falsch machen. Ein Befund ist oft nur anhand…

Desktopeffekte mit LXDE, Debian Jessie

Heute habe ich mal wieder probiert, mit dem Desktop LXDE unter Debian Jessie Desktopeffekte hinzubekommen. Dabei habe ich compton benutzt, eine resourcenschonende Software, die auch mit anderen Desktopmanagern läuft. Früher war es meist so, das Pixelfehler auftraten, wenn ich lxterminal aufgerufen hatte. Jetzt scheint es aber zu funktionieren. Dabei bin ich folgendermaßen vorgegangen:

Man ruft leafpad auf und schreibt folgendes hinein:

[Desktop Entry]
Exec=compton -b -c -f
Name=Compton
Terminal=true

Man speichert die Datei unter dem Namen "compton.desktop" ab und kopiert sie in den versteckten Ordner /home/"username"/.config/autostart. Wenn der Ordner "autostart" nicht vorhanden ist, muss man ihn anlegen. Natürlich muss compton installiert sein. Falls nicht, kann man im Terminal als root mit folgenden Befehl compton installieren:

apt-get install compton

Das Paket ist bei Debian Jessie in den Paketquellen vorhanden. Die Optionen in der autostart (Zeile mit dem Bef…

Umkreist ein erdähnlicher Planet unseren Nachbarstern Proxima Centauri?

Nach Spiegel-Informationen umkreist ein erdähnlicher Planet unseren 4,24 Lichtjahre entfernten Nachbarstern Proxima Centauri, ein roter Zwerg. Er soll angeblich in einer Entfernung seinen Stern umkreisen, in der flüssiges Wasser und demnach auch theoretisch Leben möglich wäre.

Dazu muss man allerdings wissen, das der Planet seinen Stern viel näher als beispielsweise die Erden der Sonne sein muss, um flüssiges Wasser zu ermöglichen. Dabei besteht die Gefahr, das durch die Gravitation des Sterns der Planet so beeinflusst wird, dass er dem Stern immer die gleiche Seite zeigt. Dies ist beispielsweise auch bei unserem Mond der Fall, der der Erde auch immer die gleiche Seite zeigt. Für Leben wäre dies allerdings ungünstig. Die europäische Südsternwarte ESO will die Sensation angeblich Ende August bekannt geben.

Quelle

Update: Inzwischen gibt es mehr Informationen. So soll der Planet 1,3 Erdmassen und sein Stern etwa 14 % der Sonnenmasse haben. Er umkreist seinen Stern in 11,2 Tagen in einer …

Neuer Desktop für PC-BSD und Linux: Lumina 1.0

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Vor 2 Tagen ist die erste stabile Version der Desktop-Software Lumina 1.0 erschienen. Lumina arbeitet mit Fluxbox zusammen und ist, soweit ich das bisher beurteilen kann sehr schnell. Mit dabei ist ein Panel mit Start-Menu, der Insight Datei Manager und ein Konfigurations-Programm (lumina-config) mit dem man den Desktop nach seinen Wünschen anpassen kann.

Lumina wurde ursprünglich für PC-BSD geschrieben, läuft aber auch unter verschiedenen Linux-Distributionen. Ich habe Lumina unter Debian Jessie getestet und nur zwei Wermutstropfen gefunden. Synaptic startet nur im Terminal mit "gksu synaptic", allerdings nicht vom Menu aus. Wenn man mit Wlan ins Internet geht, muss man wicd installieren, nm-applet (network-manager-gnome) startet nicht.

Eine Installationsanleitung findet man hier:

https://lumina-desktop.org/get-lumina/

Update: Lumina nutzt, wie ich herausgefunden habe, den gleichen Autostart-Ordner wie LXDE, er liegt in /home/"username"/.config/autostart. Für nm-a…

Neues vom verschollenen Panzerzug

Leser meines jüngsten Buches werden sich wahrscheinlich schon gefragt haben, was aus dem verschollenen Panzerzug in Südpolen geworden ist. Für die, die es nicht gelesen haben, hier eine kurze Zusammenfassung, was bisher geschah:

Im Spätsommer 2015 machte eine merkwürdige Geschichte die Runde im Internet. Zwei Schatzsucher wollten mit Hilfe von Bodenradar einen Panzerzug aus dem 2. Weltkrieg entdeckt haben, der in einem verschütteten Tunnel seine letzte Ruhe gefunden haben soll. Sofort machten Gerüchte die Runde, das der Zug möglicherweise mit Nazigold beladen sein sollte. In der Gegend rund um Walbrzych (Waldenburg) sind tatsächlich einige Stollen zu finden, u. a. sind diese dem Projekt "Riese" zugehörig, einer Tunnelanlage, die in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges angelegt wurde. Zufälligerweise habe ich vor Jahren bei einer Exkursion ins südpolnische Eulengebirge einen dieser Tunnel besichtigen können. Die Anlage ist nie fertig geworden, wahrscheinlich sollte es ei…

Mysteriöser Stern gibt Astronomen Rätsel auf

Ein Stern verursacht gerade Rätselraten bei Astronomen. Bereits im Jahr 2015 entdeckten Astronomen einen Stern, der in kein Muster passt. Ins Visier der Wissenschaftler geriet der Stern bei der Suche nach extrasolaren Planeten. Eine der Methoden, mit der nach solchen Objekten gesucht wird, ist der Transit vor dem Mutterstern, der eine leichte Verdunklung verursacht. Bei dem 1500 Lichtjahre entfernten KIC 8462852 treten ebenfalls Verdunklungen auf, doch scheinen sie nicht von Planeten verursacht zu werden. Eine Vermutung war, dass es sich um einen Kometenschwarm handeln könnte. Eine andere Deutung geht noch etwas weiter. Demnach handelt es sich dabei um eine sog. Dyson Sphäre, also eine künstliche Struktur, mit der Außerirdische Energie von ihrem Stern gewinnen. Naturgemäß ist diese Theorie sehr umstritten, doch langsam scheinen den Astronomen die natürlichen Theorien auszugehen: Link

Neue rätselhafte astronomische Phänomene wurden allerdings schon mehrmals mit Außerirdischen erklärt. …

Palast an angeblichen Geburtsort von König Artus gefunden?

Bei Tintagel Castle haben Archäologen offenbar einen Palast aus dem 6. Jahrhundert ausgegraben. Der Ort wird in der Sage von König Artus als sein Geburtsort genannt:

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/palast-an-geburtsort-koenig-artus20160804/

Die historische Existenz von Artus ist heftig umstritten. Möglicherweise war er ein Heerführer der keltischen Briten, die im 6. Jahrhundert gegen die Angeln und Sachsen kämpften. In einer Quelle wird er als "Dux Bellorum" bezeichnet.

Nach dem Ende des römischen Reiches brach in Britannien das Chaos aus. Die letzten römischen Truppen waren abgezogen und Stämme aus dem Norden terrorisierten das Land. In dieser Situation holten sich die Briten die Angeln und Sachsen, die im heutigen Norddeutschland siedelten, als Söldner ins Land. Letzteren gefiel es im schönen Britannien und immer mehr Germanen kamen über das Meer. Die Kelten erkannten zu spät, dass hier eine viel größere Gefahr drohte und es kam zu kriegerischen Auseinandersetzungen…