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Das Rätsel um Menosgada

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Rekonstruktion der keltischen Befestigungsanlage vom Staffelberg

Als Franke interessiere ich mich natürlich auch für lokale Geschichte, und tatsächlich hat die Ur- und Frühgeschichte Frankens einiges zu bieten. Während der sog. Hallstatt- (etwa 800 bis 450v. Chr.) und Latenezeit (etwa 450 bis 50 v. Chr.) siedelten keltische Stämme in Franken. Ein keltisches "Oppidum", wie die Römer die stadtähnlichen Siedlungen nannten, wird sogar von einem antiken Autoren erwähnt. Es handelt sich um "Menosgada", das der Geograph und Astronom Claudius Ptolemäus (etwa 100 bis 170 n. Chr.) in seinem Werk "Handbuch der Geographie" erwähnt. Genauer gesagt befindet es sich in einer Liste von Orten Germaniens, die mit Koordinaten versehen sind (34, (30); 49, 30). Sprachwissenschaftler haben herausgefunden, das mit "Menos" der Main (lat. Moenus) gemeint ist, es muss sich also um eine Stadt am Main handeln. Das Wort "Meno…

Sicherheit und Linux

Heute geht es wieder um das Thema Sicherheit unter Linux als Desktop. Zunächst muss einmal festgestellt werden, das Linux-Desktopsysteme, wenn sie regelmäßig mit Updates versorgt werden, schon einmal sicherer als Server sind. Das liegt schlicht an der Tatsache, das Server verschiedene Dienste anbieten, die vom Internet aus erreichbar sein müssen. Dazu gibt es in der Regel einige offene "Ports", also Schnittstellen nach außen. Diese werden in der Regel durch eine Firewall geschützt, die, zumindest in der Theorie, verdächtigen Verkehr abfängt. Beim Desktop gibt es aber viel weniger Angriffsflächen nach außen, da er solche Dienste normalerweise nicht anbietet. Die wenigen Viren, die es für Linux gibt, zielen vor allem auf Server ab, und das hat einen guten Grund. Denn an vielen Linuxservern hängen Windows-Clients, die oft das eigentliche Ziel des Angriffs sind.

Doch auch ein Desktopsystem sollte gepflegt werden. Wie schon eingangs erwähnt, sind regelmäßige Sicherheitsupdates da…

Neues von Atlantis

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Zunächst etwas in eigener Sache. Meinen zweiten Blog, "platons-atlantis.blogspot.com", habe ich vorläufig nur für bei Google registrierten Nutzern zugänglich gemacht, u. a. wegen den neuen europäischen  Datenschutzgesetzen. Diesen Blog hier werde ich aber ohne Zugangsbeschränkung weiter betreiben. Doch nun zu etwas interessanterem. Was ist in Sachen Atlantis seit der Erstveröffentlichung meines Buches 2009 passiert? Nun - wenn man die Geschichte mit dem "Auge der Sahara" mal außer Acht lässt - einige werden davon schon gehört haben - konzentrieren sich die Neuigkeiten, die seitdem an die Öffentlichkeit gelangt sind, auf das minoische Kreta und der antiken tartessischen Kultur im Süden Spaniens.

Zunächst einmal kommen wir zu dem "Auge der Sahara" oder auch "Auge Afrikas" genannt. Es ist eine Struktur aus kilometerlangen konzentrischen Kreisen in Mauretanien, die auch vom Weltall gut zu erkennen sind. Doch die Struktur ist vermutlich geologischen…

DVB-T2 mit PCTV-Stick (292e) einrichten und Hardwaredecodierung deaktivieren (VLC, Ubuntu/Debian)

Heute geht es mal wieder um die vielen Möglichkeiten, die Linux bietet. Da mein alter DVB-T Stick sich verabschiedet hat und in Nürnberg auf DVB-T2 umgestellt wurde, habe ich mir den Hybrid PCTV-Stick (292e) besorgt. Ich konnte mit ihm noch eine Weile DVB-T fernsehen, bis auch die letzten Sender deaktiviert wurden. Nur mit DVB-T2 gab es Schwierigkeiten. Aber der Reihe nach. Der Stick wird unter Linux erkannt:

"lsusb:
 Bus 001 Device 006: ID 2013:025f PCTV Systems"

Nur die Firmware muss nachträglich installiert werden: https://github.com/OpenELEC/dvb-firmware/tree/master/firmware (dvb-demod-si2168-b40-01.fw)

Diese kopiert man in das Verzeichnis "/lib/firmware":

"sudo cp dvb-demod-si2168-b40-01.fw /lib/firmware".

Wenn man den Stick bereits angeschlossen hat, sollte man ihn kurz aus der USB-Buchse abziehen und wieder einstecken, dann sollte er betriebsbereit sein. Ich habe zwei Programme als DVB-Player getestet. Einmal Kaffeine, dann VLC. Unter Kaffeine habe…

Neuerscheinung: Geschichte der griechischen Antike; Ein kurzer Überblick

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Am 10. Oktober erschien bei Books on Demand mein neues Buch: "Geschichte der Griechischen Antike". Es enthält 20 farbige Abbildungen, 68 Seiten und bietet einen Überblick über die Geschichte der griechischen Stadtstaaten von der Frühgeschichte über die Archaische und Klassische Zeit bis hin zum Ende der griechischen Freiheit im aufkommenden Römischen Reich. Im Anhang findet sich neben Literaturangaben ein Beitrag über die wichtigsten griechischen Historiker, so dass man sein Wissen auch vertiefen kann.

Klappentext:

Das Buch "Geschichte der griechischen Antike" bietet einen kurzen Überblick über die Blütezeit der griechischen Kultur. Angefangen mit der Frühgeschichte spannt es den Bogen über die Archaische und Klassische Zeit, die Auseinandersetzungen mit den Persern, Alexander und das Ende der griechischen Freiheit im aufkommenden Römischen Reich. Das Buch ist besonders für Schüler und Studenten, aber auch für jeden geeignet, der sich für die griechische Antike int…

Neues vom EM-Drive?

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NASA-Test des EM-Drive, Wikipedia
Wenn man sich für Grenzbereiche der Wissenschaft interessiert, stolpert man unweigerlich über den sog. EM-Drive. Dieser Antrieb soll mit Mikrowellen funktionieren und angeblich auch im Vakuum seinen Dienst tun. Die NASA und China führten bereits Versuche durch, die vielversprechend klangen. Das Außergewöhnliche am EM-Drive ist die Tatsache, dass er ohne Treibmittel auskommt, das wie bei einer Rakete hinten ausgestoßen wird und das Raumschiff beschleunigt.

Doch nun scheint es still geworden zu sein um den ehemals als revolutionär gefeierten Antrieb. Dabei gibt es durchaus interessantes zu berichten. Ausgerechnet Martin Tajmar von der TU Dresden scheint nun dafür verantwortlich zu sein, den EM-Drive zu entzaubern. Er hat sich bereits im Mai dieses Jahres gegenüber dem Spiegel zu seinen Experimenten geäußert. Martin Tajmar hat bereits schon einmal ein Experiment durchgeführt, das für Aufsehen gesorgt hat. Er hatte wie Podkletnov Experimente mit rotieren…

Sasquatch

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Vor einigen Jahren habe ich meinen bisher einzigen Ausflug in die Belletristik gemacht. Damals faszinierten mich besonders die Geschichten rund um den "Bigfoot", den amerikanischen Yeti, auch "Sasquatch" genannt. Daraus entstand das Werk "Sasquatch". Die Kurzgeschichte hat einen Umfang von etwa 20000 Zeichen und spielt in einer einsamen Gegend der Rocky Mountains. Held ist der Vertreter Richard Anderson, und natürlich spielen unerwartete Begegnungen eine große Rolle. Die Geschichte erscheint am 7. September 2018 als Ebook bei "Booksnacks".


Klappentext:

In der Wildnis kannst du nie wissen, was dich erwartet ...

Der Vertreter Richard Anderson hatte heute keinen guten Tag. Zu allem Überfluss baut er in den Rocky Mountains einen Unfall. In der einsamen Gegend ist weit und breit keine Hilfe in Sicht. So macht er sich zu Fuß auf den Weg in ein Abenteuer, das unerwartete Begegnungen zur Folge hat. Dabei taucht er in eine Welt ein, die schon längst unt…

Breakaway Civilizations

Heute gibt es wieder einmal etwas aus den Grenzbereichen der Wissenschaft. Es geht um den Begriff "Breakaway Civilizations". Soweit mir bekannt ist, wurde der Begriff von dem UFO-Forscher Richard Dolan geprägt. Dolan meint damit vor allem eine geheime Gruppe von Menschen innerhalb des US-Militärs, die Technologie zur Verfügung hat, die der unseren mehrere Jahrzehnte, wenn nicht ein Jahrhundert voraus ist. So soll Technologie von abgestürzten UFOs rekonstruiert worden sein - das Ganze geht bis zu einem geheimen Weltraumprogramm. Dies klingt natürlich nach einer ziemlich abgefahrenen Verschwörungstheorie. Aber das Konzept hinter diesem Begriff ist ganz interessant, so wird der Begriff inzwischen auch auf unsere Vergangenheit angewendet. Gemeint ist eine Gruppe von Menschen, die fast völlig abgeschottet von ihrer ursprünglichen Kultur, ihre eigenen Ziele verfolgen und so ein "Bruch" zwischen der Herkunftzivilsation und der Gruppe entsteht. Wenn man den Begriff im Sinn…

Kurzmeldung: Bronzezeitlicher Vulkanausbruch von Santorin bis zu 50 Jahre älter?

Leser meines Buches "Atlantis: Das Rätsel des Aristokles" werden vielleicht das Kapitel über die Minoer noch in Erinnerung haben. Darin wird u. a. auch ein Stück Olivenholz erwähnt, das zur Datierung des Vulkanausbruches herangezogen wurde. Schon damals schlug die Datierung hohe Wellen in Fachkreisen. Denn bisher ging man unter Archäologen davon aus, das der Vulkanausbruch um 1500 v. Chr. stattfand. Die Jahresringdatierung des Holzes sprach aber dafür, dass die Katastrophe um 1627-1600 v. Chr. stattgefunden haben musste. Das brachte das bisherige Konzept der Datierung von Objekten aus der Ägäischen Bronzezeit etwas durcheinander. Nun könnte die zeitliche Einordnung des Ausbruches noch weiter nach hinten verschoben werden.

Eine Untersuchung von Elizabetta Boaretto und Kollegen zeigte, das die Annahme, der jüngste Jahresring des Olivenholzes wäre unmittelbar vor dem Vulkanausbruch gebildet worden, nicht haltbar ist. Zwischen der Bildung des letzten Jahresringes und dem Absterb…

Fieberträume im Dschungel: Das geheimnisvolle Manuskript 512

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In der Bibliotheca National von Rio de Janeiro wird eine zehnseitige Schrift aufbewahrt, die unter dem Namen "Manuskript 512" bekannt geworden ist. Es ist eine Geschichte, in der alles vorkommt, von dem Abenteurer träumen: eine Expedition in den Dschungel, Klapperschlangen, blutsaugende Fledermäuse, Ruinen einer geheimnisvolle Stadt und eine Silbermine. Doch der Reihe nach. Im Jahr 1743 erforschte eine Gruppe von 6 Portugiesen mit ihren Sklaven und einigen Indianern den Dschungel Brasiliens. Sie waren Einwohner der Provinz Minas Geraes und suchten nach den verschollenen Silberminen des Melchior Diaz Moreya.

Sie waren schon einige Jahre unterwegs, als sie auf eine Bergkette stießen, die ihnen den Weg versperrte. Sie berichteten von Bergkristall, der in der Abendsonne an den Felswänden blitzte. Sie suchten einen Weg über die Berge, mussten aber bald unverrichteter Dinge zu ihrem Lager am Fuß der Berge zurückkehren. Nur durch Zufall fanden sie einen künstlich angelegten Weg, d…

Neue erweiterte Ausgabe "Von Schwarzen Pyramiden und anderen Rätseln" erschienen

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Eine neue Ausgabe des Buches "Von Schwarzen Pyramiden und anderen Rätseln" ist als Printversion und als Ebook erschienen. Für manche interessant dürfte das Kapitel über die "Seevölker" sein, da ich schon im Buch "Atlantis - Das Rätsel des Aristokles" darüber geschrieben habe. Ich habe das Kapitel aus diesem Buch neu überarbeitet und Informationen über neue Entwicklungen hinzugefügt. Auch das Kapitel über Knochenfunde von riesenhaften Menschen wurde überarbeitet. Gibt es Anzeichen dafür, dass es einen Hominiden mit außerordentlicher Körpergröße gegeben hat, der möglicherweise gleichzeitig mit modernen Menschen lebte? Wenn man die Überreste von gleich zwei Riesen findet oder sogar die Marke von 3m überschritten wird, ist eine Erklärung, dass es sich um einen genetischen Defekt handelt, schwer zu halten. Nicht zuletzt Fußabdrücke zeugen davon, dass es schon in der Vorgeschichte Menschen mit riesenhaften Wuchs gegeben hat.

Klappentext:
"Wer sich mit der…

Einige Bemerkungen zu Virenscannern unter Linux

Es ist ein viel diskutiertes Thema in der Open Source - Community: Virenscanner unter Linux. Dazu möchte ich einige Bemerkungen machen. Zunächst möchte ich das Ganze aus dem Blickwinkel der Gauner darstellen, die Viren und Trojaner programmieren. Windows ist einfach bei PCs und Notebooks das dominierende Betriebssystem. Wenn man möglichst viele PCs kapern will, schreibt man einfach einen Code für Windows und nicht für Linux oder Mac. Die Zahlen schwanken etwas, aber Linux dürfte etwa 2-3 % Marktanteil unter Desktop-Computern haben, bei Servern liegt der Anteil etwas höher. Das nächste Problem für Virenprogrammierer ist die Vielfalt der sog. Linux-Distributionen. Denn mit der Bezeichnung "Linux" ist eigentlich nur der Betriebssystemkern gemeint, der sog. Kernel. Es gibt dazu eine große Anzahl von sog. Paketen (Software), die zusammen mit dem Kernel als Distribution ausgeliefert werden. Die Auswahl der Pakete, die vorinstalliert ist, schwankt bei den verschiedenen Linuxvariant…

Wie unser Finanzsystem funktioniert

Ich muss zugeben, ich sehe mir hin und wieder mal gerne die Auftritte des Kabarettisten Volker Pispers an. Der hat einmal unser Finanzsystem sehr schön erklärt. Stellen sie sich vor, ein Unternehmer leit sich von seiner Hausbank 20000 Euro mit der Laufzeit ein Jahr. Jetzt werden sie sich vielleicht denken, dass die Bank den Kredit aus ihrem Vermögen und den Kundeneinlagen finanziert. Dem ist aber nicht so. Die Bank muss nur etwa zehn Prozent, also 2000 Euro,  aus der eigenen Kasse bezahlen, der Rest ist sog. Giralgeld, dass heißt, es wird dem Unternehmer gut geschrieben, aber ohne dass die Bank dieses Geld aus eigenen Vermögen bezahlen muss. Es wird quasi Geld aus dem Nichts erschaffen. Nun kommt der Unternehmer nach einem Jahr zur Bank und sagt, es tue im leid, aber die Geschäfte wären nicht gut gelaufen, er könne den Kredit nicht zurückzahlen. Nun hat die Bank zwei Möglichkeiten, sie könnte dem Unternehmer nun 22000 Euro leihen, damit er den letzten Kredit plus Zinsen wieder zurückz…

Die antike Bibliothek von Alexandria

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Inschrift über T. C. Babillus von Rom, welche die Existenz der Bibliothek im ersten Jh. n. Chr. bestätigt (Wikipedia).

Viel wurde schon über sie geschrieben, von antiken, wie auch von zeitgenössischen Autoren - die Bibliothek von Alexandria. Ein Hort des Wissens soll sie gewesen sein, zehntausende von Schriftrollen soll sie beherbergt haben. Es existierte wohl auch ein Katalogsystem, um die verschiedenen Wissensgebiete, wie Astronomie, Philosophie oder Medizin zugänglich zu machen. Finanziert wurde sie durch ptolemäische Herrscher, die etwa seit 300 v. Chr. Ägypten beherrschten. Alexandria war und ist auch heute noch eine Hafenstadt, auch berühmt durch den Leuchtturm von Pharos, der den Schiffen eine sichere Passage in den Hafen ermöglichte. Die Stadt war eine griechisch-makedonische Gründung, und die meisten Schriften in der Bibliothek dürften in griechisch verfasst worden sein. Viele berühmte Gelehrte arbeiteten in der Bibliothek, darunter Eratosthenes von Kyrene, der den Umfang de…

Debian Stretch auf einem Lenovo Ideacentre 510-15abr

Vor kurzem habe ich mir einen Lenovo Ideacentre 510-15abr zugelegt, ein traditioneller PC. Die Installation von Debian erfolgte nicht ganz reibungslos. Da ich davon ausgegangen war, das auf einem so neuen PC nur Debian testing (buster) läuft, habe ich auch zunächst testing installiert. Das Resultat war mit dem Kernel 4.16.02 ein schwarzer Bildschirm. Die firmware hatte ich installiert, daran konnte es nicht liegen. Schließlich fand ich heraus, dass der Kernel der Alpha 2 CD 4.13 diesen Effekt nicht produzierte. Dies führte dazu, dass ich Debian Stretch heute dann doch ausprobierte (Kernel 4.9.06).

Zunächst einige technische Daten. Der PC hat 8GB Ram, eine 256GB große SSD und einen AMD A10 CPU mit einer integrierten R7 Grafik. Auf der Heise Seite ist er seit Juli 2017. Er läuft recht ruhig und flott, da ich nur Büroarbeit und Internet damit mache und Videos ansehe. Allerdings hat man doch immer ein Hintergrundgeräusch. Interessanterweise gibt es den Effekt, wenn man die firmware und am…

Vom Aufstieg und Zerfall von Hochkulturen

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Kolloseum in Rom, Wikipedia
Wer meinen Blog regelmäßig ließt, wird mitbekommen haben, dass ich mich vereinzelt auch zu aktuellen Themen geäußert habe. Wer mit Archäologie und Geschichte vertraut ist, weiß, dass auch Hochkulturen keine ewige Lebensdauer haben. Als Gegenbeispiel wird gerne das alte Ägypten angeführt, das scheinbar fast 3000 Jahre Bestand hatte. Doch wenn man sich seine Geschichte genauer ansieht, erkennt man, dass es auch hier sog. Zwischenzeiten mit Chaos und Fremdherrschaft gegeben hatte. Eine der ersten großen Krisen von Zivilisationen fand am Ende der Bronzezeit um 1200 v. Chr. im östlichen Mittelmeerraum statt. Unbekannte Eroberer kamen über das Meer und waren vermutlich dafür verantwortlich, dass die Kulturen der Mykener, Hethiter und die Stadtstaaten Kanaans zusammenbrachen. Nur ein geschwächtes Ägypten konnte sich noch halten. Doch dass diese Überfälle so eine große Wirkung hatten, zeigt die Schwäche dieser Kulturen, bei denen der Samen des Zerfalls bereits ges…

Ölpreisschock und Finanzkrise

Gerade eben habe ich die Meldung gelesen, dass Trump aus dem Iran-Atomwaffendeal aussteigen will. An dieser Stelle möchte ich einige Gedanken dazu äußern. Viele Finanz-Analysten sehen mit Sorge, dass Iran neue Sanktionen drohen könnten und das Land als Erdöllieferant ausfallen könnte. Bis jetzt hat der Markt bemerkenswert gelassen reagiert. Allerdings kaufen still und heimlich einige Investoren Erdöllagerbestände auf, um sie dann teurer wieder verkaufen zu können. Möglich ist dies durch den steigenden Ölpreis. Wie wird die Entwicklung nun weitergehen? Fakt ist, dass es immer schwieriger wird, neue Erdölvorkommen zu finden. Die Arktis ist ja in aller Munde, doch die gesamten Vorkommen der Arktis könnten den Weltbedarf an Öl nur wenige Jahre decken. Der Grund ist die ansteigende Nachfrage. Die neuen aufstrebenden Länder wie China und Indien brauchen immer mehr von dem kostbaren Rohstoff.

Es sieht also so aus, als wenn der Ölpreis in der nächsten Zeit noch weiter steigen wird. Der einzig…

Die TCN-Datierung und die Erdställe der Steiermark

Heute begeben wir uns nach Österreich, genauer in die Steiermark. Dort erforscht schon seit Jahren Dr. Heinrich Kusch die Unterwelt. Ich habe ja in einem anderen Artikel schon eine kleine Einführung in das Thema Erdställe gegeben, nach der wissenschaftlichen Lehrmeinung stammen diese Anlagen wahrscheinlich aus dem Mittelalter, wenngleich die genaue Datierung schwierig ist, da aus dem Entstehungszeitraum so gut wie keine Funde bekannt sind. Nur Verfüllungsmaterial aus dem 12. Jahrhundert und später konnte datiert werden. Sie befinden sich manchmal an Stellen früher Besiedlung, alter Kirchen und Gehöfte. Wenn man das Alter der darüber liegenden Bauten bestimmt, kommt man auf ein Alter von etwa 1000 Jahren, möglicherweise auch älter.

Nun hat Kusch einige sehr kontrovers diskutierte Theorien bezüglich des Alters einiger Erdställe aus dem Raum Steiermark aufgestellt. Mittels der sog. TCN-Datierung wurde das Alter einer Steinplatte, die im Zusammenhang mit einer Steinsetzung als Überdeckung…

Ein paar Bemerkungen zur Präastronautik

Als Däniken sein erstes Buch vor ungefähr 50 Jahren veröffentlicht hat, war sie geboren - die Präastronautik. Heute gibt es unzählige Autoren, die über den vermeintlichen Einfluss Außerirdischer auf unserer Entwicklung schreiben. Hierzu möchte ich einige Bemerkungen machen. Denn im Zusammenhang mit UFOs und alten Zivilisationen wird gerne manches durcheinander gewürfelt. Leider benutzen viele Autoren, die sich dem UFO-Thema gewidmet haben, Thesen aus der Präastronautik, ohne sie kritisch zu hinterfragen. Was viele nicht wissen, es gibt sehr wohl im Zusammenhang mit den rätselhaften Himmelserscheinungen wissenschaftliche Forschung. Diese nutzt nicht nur Zeugenbefragung, sondern auch Beobachtungsstationen und die Analyse von Radardaten. Auch Landespuren werden untersucht, wie z. B. schon in Frankreich geschehen, wo es sogar eine staatliche Stelle zur Untersuchung von unbekannten Himmelsphänomenen gibt.

Dies ist allerdings zunächst einmal von der Präastronautik zu trennen. Denn in diesem…

Warum findet SETI keine außerirdischen Signale? Die Zootheorie

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts diskutieren Wissenschaftler, ob es denn intelligente außerirdische Lebensformen gibt. Längst sind die "Aliens" schon in der Popkultur angekommen. Hollywood stellt sie mal als nett und freundlich, mal als böse Invasoren dar. Schon seit einigen Jahrzehnten suchen Forscher mit Hilfe von Radioteleskopen den Himmel nach Signalen ab. Obwohl die Suche immer effizienter wird, ist bisher noch kein Signal gefunden worden, dass allen Kriterien standhält. Bei der Suche vorne mit dabei ist die Organisation SETI, die 1977 immerhin das sog. Wow-Signal empfangen hatte. Es war ein schmalbandiges Signal, das offenbar aus dem Sternbild des Schützen kam, wo auch das Zentrum unserer Galaxie liegt. Doch obwohl nach Bekanntwerden des Signals Wissenschaftler aus aller Welt ihre Radioteleskope auf dieses Sternbild ausrichteten, wurde kein weiteres Signal empfangen. Die Wiederholbarkeit ist aber ein wichtiges Kriterium in der Wissenschaft, und so wurde das Signal ba…

Psychic Archaeology - Paranormale Methoden in der Archaeologie

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Der Archäologe Frederick Bligh Bond
Heute möchte ich mal wieder etwas zum Thema Archäologie schreiben. Wer das Buch "Von schwarzen Pyramiden und anderen Rätseln" gelesen hat, weiß das ich mich auch mal gerne mit Grenzwissenschaften befasse. Allerdings birgt dieser Bereich viele Untiefen und Fallstricke, so dass ich mir zu einigen paranormalen Themen noch kein Urteil gebildet habe. Vielen wird es vielleicht unbekannt sein, dass Archäologie und Grenzwissenschaften nicht erst seit Däniken miteinander verknüpft werden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Spiritismus, also die Kommunikation mit Geistern, gerade sehr modern und machte auch vor der noch jungen Wissenschaft der Archäologie nicht halt.

Zu dieser Zeit, etwa um 1909, untersuchte der Archäologe Frederick Bligh Bond im Auftrag der Kirche das verfallene Kloster Glastonbury Abbey im Südwesten Englands. Mit Hilfe eines Freundes gelang es ihm angeblich Kontakt zu Geistern aufzunehmen, die ihm halfen die Überreste einer Kapel…

Windows 7 neben Ubuntu 18.04 auf einem HP 17-ak062ng

Einiges an Nerven hat mich der Versuch gekostet, Windows 7 zusammen mit Ubuntu 18.04 auf einem HP 17-ak062ng Notebook zu installieren. Zunächst einmal habe ich im Bios "Legacy Boot - Unterstützung" aktiviert. Dann habe ich die Windows 7 DVD gestartet. Man muß mit "esc" ins Bios-Menu gehen und dann den Boot-Manager aufrufen (ich glaube "strg" und "f9"). Dann kann man die DVD auswählen. Ich habe das Windows Partitionierungstool benutzt, um eine Windows-Partition einzurichten, man muß nur darauf achten, genügend freien Speicherplatz für Ubuntu zu reservieren.

Die Windows-Installation ging ohne Probleme vonstatten, allerdings hat das Einspielen der Updates Stunden gedauert. HP gibt keinen Support für Windows 7, aber hier findet man einige Treiber:

https://h30492.www3.hp.com/t5/Notebook-Betriebssysteme-und-Software/Benötige-dringing-Treiber-für-HP-17-ak062ng/td-p/500586
https://h30492.www3.hp.com/t5/Notebook-Betriebssysteme-und-Software/Grafik-und-Audi…

Erste Schritte nach einer Debian Installation (auch nach einem schwarzen Bildschirm)

Heute möchte ich wieder ein wenig über mein Hobby, das Betriebssystem Linux, erzählen. Einige werden schon gemerkt haben, dass ich ein Debian-Fan bin, und so möchte ich etwas zu den ersten Schritten nach einer frischen Debian-Installation berichten. Debian-CDs kommen in der Regel aus lizenzrechtlichen Gründen ohne closed Source Treiber daher, was zuweilen zu einem schwarzen Bildschrim nach dem Neustart führen kann. Mit "strg", "alt" und "entf" kann man neustarten und kommt so in das Grub Bootloader-Menu. Bevor der Computer das System wieder hochfährt, drückt man beim Boot-Bildschrim "e" (steht für "edit") und kann so die Start-Parameter editieren. Nun muß man die Start-Parameter für den Kernel suchen und nach dem Wort "quiet" tippt man nach einem Leerzeichen "nomodeset". Dies verhindert, das der Grafik-Treiber schon beim Starten geladen wird, und man kommt so zumindest in die Konsole. Mit "strg" und "…

Intel/Nvidia Hybrid Grafik bei Mageia 6 und Ubuntu

Mageia 6 ist eine der bekannteren Distributionen und lässt sich überwiegend mit grafischen Tools konfigurieren. Auch gefällt mir das Design recht gut. Ich habe die Distribution auf meinem Acer Aspire E15 E5-574G-50TJ Notebook getestet. Die erste Hürde war das Bios, da musste man auf "Legacy Boot" stellen. Aber die größten Schwierigkeiten bereitete die Intel/Nvidia Hybrid Grafik. Die folgende Anleitung gilt, wenn man den proprietären Nvidia Treiber installieren will: Wenn man Mageia installiert und alle Updates eingespielt hat, muss man nach einem Reboot das Paket "mageia-prime" installieren. Danach führt man folgenden Befehl im Terminal aus:

/usr/sbin/mageia-prime-install -g

Achtung: die Option "-g" ist sehr wichtig, da sie den Treiber "nouveau" blacklistet und einen entsprechenden Code bei dem Bootloader Grub einträgt (nouveau.modeset=0). Alle anderen Versuche nouveau zu blacklisten waren bei mir wirkungslos. Dies ist wohl ein Bug bei Mageia. Dan…

Hybrid Grafik mit Debian Stretch: Nvidia dauerhaft einrichten

Nach mehreren Tagen herumprobierens ist es mir endlich gelungen mein Problem mit der Intel/Nvidia Hybrid-Grafik zu lösen. Ich habe ein Acer E15 E5-574G-50TJ Notebook mit einer integrierten Intel-Grafikkarte und einer weiteren Nvidia-Karte (Geforce 940m). Als Desktop habe ich LXQT mit Lightdm als Display-Manager. Nun wollte ich die Nvidia-Karte dauerhaft mit dem proprietären Treiber einrichten. Dafür habe ich endlich folgende Anleitung (auf Englisch) gefunden:

https://wiki.debian.org/NvidiaGraphicsDrivers/Optimus
Vorraussetzung für das ganze Prozedere ist die Installation des Paketes "x11-xserver-utils". Es klappte erst bei dem zweiten Versuch. Als Tipp: unbedingt die PCI-BusID in richtiger Schreibweise in die xorg.conf eintragen. Also "01:00.0" ist "1:0:0". Die BusID kann man durch den Befehl "lspci" herausfinden. Die xorg.conf sieht bei mir so aus:

Section "Module"     Load "modesetting"  EndSection 
Section "Device"   …

Kurzmeldung: Neue Studie legt nahe, dass Neanderthaler künstlerisch veranlagt waren

Eine neue Studie hat Höhlenmalereien in Spanien einer neuen Untersuchung unterzogen. Dabei wurden Carbonate, die sich über der Malerei gebildet hatten einer Uran-Thorium Datierung unterzogen. Das Ergebnis überraschte: die Malereien waren mindestens 64000 Jahre alt, 20000 Jahre, bevor der Moderne Mensch in Europa erreichte. Die Uran-Thorium Datierung ist für diesen Zeitraum die sicherere Methode, Radiocarbon-Datierung wird in der Regel nur bis zu einem Zeitraum von 60000 Jahren vor heute angewendet. Da vor 64000 Jahren nur der Neanderthaler in Europa umherstreifte, liegt der Gedanke nahe, das er für die Höhlenbilder verantwortlich ist. Untersuchungen an Neanderthalerschädeln, mit denen die Gehirnmasse ermittelt wurde, führten schon vor Jahrzehnten zu der Theorie, dass der Neanderthaler ähnliche intelektuelle Fähigkeiten wie der moderne Mensch hatte. Nur belegen konnte man dies nicht.

Quelle:
https://archaeologynewsnetwork.blogspot.de/2018/02/neanderthals-were-artistic-like-modern.html#A…

Das verschollene Grab Alexander des Großen

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Vor ein paar Tagen bin ich auf die sehr interessante Geschichte des Alexandergrabes gestoßen. Alexander, der 323 v. Chr. starb, hatte ein Weltreich erobert und wurde in Alexandria in Ägypten bestattet. Ptolemäus, ein General Alexanders, hatte sich der Leiche bemächtigt und sie nach Ägypten gebracht, wo er Stammvater der Ptolemäerdynastie wurde. Das Grab wurde in der Antike von vielen berühmten Persönlichkeiten besucht, darunter Kaiser Augustus. Der antike Geograph Strabo schreibt wie einige andere römische Autoren über das Alexandergrab: „Ein (anderer) Teil des königlichen Gebäudes ist das soganannte Sema, ein umschlossener Raum, innerhalb dessen sich die Grüfte der Könige und des Alexander befinden.“ Diese Textstelle, die darauf hinweist, dass das Grab bei dem am Meer gelegenen Palast der Ptolemäer gelegen war, wurde immer wieder angezweifelt. Allerdings gibt es einen weiteren Hinweis, dass das Grab zumindest in der Nähe der Ptolemäergruft gelegen war. Sueton schreibt über den Besuch…